Wirbel um Schweizer Uniform

Albanischer Nationalheld war ein Christ

Der albanische Nationalheld Skanderbeg prangt auf Uniformen von Rekruten der Schweizer Armee. Dieser Badge auf dem Ärmel sorgt für heftige Reaktionen im Land. Doch wer ist dieser Skanderbeg? Er verteidigte Albanien gegen des Osmanische Reich und wurde bekannt als «Verteidiger des Christentums».

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Der Badge zeigt den albanischen Adler sowie den albanischen Volkshelden Skanderbeg. Rekruten der Schweizer Armee hatten diesen angefertigt und auf ihre Uniformen gestickt; ein Verbot gegen das Bekleidungsreglement, nur die militärisch vorgegebenen Konterfeis dürfen dort angebracht werden.

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Auf dem Badge ist der albanische Nationalheld Skanderberg abgebildet.
Die Wellen schlagen hoch, nachdem die Bilder in Umlauf gelangt sind. Darum soll es hier nicht gehen, sondern darum, wer dieser Skanderbeg war. Sowohl im Kosovo wie in Albanien gilt Skanderbeg als Volksheld, als eine Art Willhelm Tell.

Geschichte ähnlich wie jene von Moses

Bürgerlich hiess Skanderbeg Georg Kastriota (1405 bis 1468). Berühmt wurde er, weil er Albanien gegen das Osmanische Reich verteidigte.

Seine Geschichte erinnert an jene von Moses. Der osmanische Sultan Murad II. weitete seinen Machtbereich aus. Georg und seine Brüder wuchsen an dessen Hof auf, als Pfand, da ihr Vater ein bezwungener albanischer Fürst war, der seinen Machtbereich aber wieder auszudehnen versuchte.

Entgegen dem Versprechen des Sultans wurde Georg beschnitten und islamisch erzogen. Georg wuchs zum Offizier im Osmanischen Reich heran. Nach dem Tod seines Vaters hätte Georg oder einer seiner Brüder das Erbe antreten dürfen, so hatte es der Sultan versprochen – eine Zusage, die er jedoch brach.

Wahre Herkunft erfahren

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Georg Kastriota Skanderbeg. Historisierendes Profil aus dem 18. Jahrhundert in den Uffizien von Florenz
Inzwischen erfuhr Georg von seiner wahren Herkunft. Als einige Zeit später die Ungaren eine Schlacht über die Osmanen gewannen, zog Georg mit 300 albanischen Rittern – die in der osmanischen Armee dienen mussten – zurück in seine Heimat, wo er das Fürstentum übernahm.

Gross war die Freude, als er den Doppeladler hisste und sich mit seiner Entourage dem christlichen Glauben zuwendete.

«Verteidiger des Christentums»

Mehrfach schickte Sultan Mirad II. Armeen, um das Gebiet zurückzuerobern. Doch keiner dieser Feldzüge war erfolgreich. Skanderbeg hielt mit seinen Truppen stand.

Papst Kalixt III. zeichnete ihn mit zwei Titeln aus: «Verteidiger des Glaubens» und «Verteidiger des Christentums». 

Zum Thema:
Christliche Polizeivereinigung: «Wer die Uniform anzieht, muss den Glauben nicht ausziehen»
Armeeseelsorger John Weber: «Die Armee braucht Christen»
Schweizer Armee regelt Umgang mit nichtchristlichen Rekruten
Islam mit Schweizer Identität
Christen aus der Schweiz: Mit der Waffe in der Hand gegen den IS

Datum: 03.02.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Blick / 20 Minuten

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