Gemeinsamer Fonds

Orthodoxer Jude und arabischer Pastor stehen für Kopten ein

Ein israelischer Jude und ein arabischer Pastor helfen gemeinsam ägyptischen Terror-Opfern. Als der orthodoxe Jude David Nekrutman den mit ihm befreundeten Pastoren Steven Khoury anrief, bewegte das diesen sehr. Nun haben die beiden einen Fonds eingerichtet, um den Verletzten und jenen, die Angehörige verloren haben, beizustehen.

Zoom
Steven Khoury und David Nekrutman
Als Antwort auf die jüngsten IS-Angriffe auf zwei Kirchen in Ägypten während der Palmsonntags-Gottesdienste (Livenet berichtete) haben sich David Nekrutman, Direktor des Zentrums für jüdisch-christliches Verständnis in Jerusalem, und der arabische Pastor Steven Khoury, Präsident der «Holy Land Missions», zusammengetan, um den ägyptischen Christen zu helfen, die verletzt worden sind oder jemanden verloren haben.

«In diesen Tagen feiern Juden auf der ganzen Welt die Freiheit, die das Volk Israel erhielt, als es vor 3500 Jahren aus Ägypten freikam. Es ist unser Auftrag, jenen zu helfen, die in diesem Land immer noch leiden, wie es damals unter dem Pharao der Fall war», erklärt Nekrutman. «Passah ist nicht nur der Tag, an dem wir feierten, dass wir eine Nation geworden sind. Es ist auch eine Kritik an der Macht, die das Bildnis Gottes dem Menschen rauben will.»

«Augen nicht verschliessen»

Das weltweite Entsetzen ist gross nach dem Doppelanschlag auf die koptische Gemeinschaft, bei dem mindestens 46 Menschen starben und mehr als 120 verletzt worden sind.

Pastor Khoury sagt: «Wir sind in der Karwoche und als Christen berufen, ein Leben der Heiligung zu leben.» Dabei gelte es, den Blick nicht vor dem Leiden anderer zu verschliessen. «Als mein Freund David Nekrutman, ein orthodoxer Jude, mich anrief, um zu fragen, wie er der christlichen Gemeinde Ägyptens helfen kann, bewegte mich das sehr.» Zu den Hilfsmassnahmen gehört ein gemeinsamer Fonds, mit dem den Opfern geholfen werden soll. Hierfür ist Pastor Khoury mit den Leitern der betroffenen Kirchen in Kontakt.

Zum Thema:
Stärker als Raketen: Arabische Christen und messianische Juden beten zusammen
Ex-Feinde helfen gemeinsam: «Früher hätten wir dich getötet»

Datum: 14.04.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Christian Newswire

Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich neu, um diesen Artikel zu kommentieren.
Anmelden
Mit Facebook anmelden

Publireportage

Bühne frei für Gott
39 Frei- und Landeskirchen haben sich zusammengeschlossen, um Gott professionell und zeitgemäß auf die große Bühne zu bringen. Drei Lebensgeschichten, verpackt in faszinierende Musicals, kombiniert mit Inputs von Life on Stage Redner Gabriel Häsler.

Anzeige

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Ägypten
Die Kopten – die christliche Minderheit Ägyptens – hatten ihre Hoffnungen in Präsident Al-Sisi gesetzt. Doch diese verblasst mehr und mehr. Livenet...
Start der Frankfurter Buchmesse
Die Lesekultur geht nach Auffassung des Theologen und Kulturexperten Johann Hinrich Claussen im Wesentlichen auf die Reformation zurück. «Eine der...
Schülermedienprojekt
Martin Luthers Thesen haben die Welt verändert. Was käme dabei heraus, wenn Menschen heute diese Thesen schrieben? Ein Schulprojekt in Hessen testet...
Marcus Weiand
Sünde ist ein Reizwort geworden, das selbst unter Christen vermehrt gemieden wird. Auf der anderen Seite wurde der Begriff als Machtmittel...

Werbung

Kommentar

Zwischen Schock und Chance: Deutschland hat gewählt
In Deutschland wurde gewählt. Dabei geschah das, was die Prognosen vorher andeuteten: Die CDU blieb...

Adressen

CGS ECS ICS

Werbung

VERANSTALTUNGEN

20.+21. Oktober | 8 - 18 Uhr | Livenet-Büro
27.-29.10.2017 | Eulachhallen, Winterthur
Samstag, 28.10.2017 in Zofingen

Livenet Service