Pilgerstätte bereit für Ostern

Restauration der Grabeskirche abgeschlossen

Rechtzeitig vor Ostern ist die Grabeskirche in Jerusalem fertig restauriert. Erstmals sehen Pilger die baren Steine der antiken Grabstätte. Jährlich wird die Kirche von mehreren Hunderttausend Menschen besucht. Das Bauwerk wird in einer komplexen Zusammenarbeit der armenischen, griechisch-orthodoxen sowie der katholischen Kirche verwaltet.

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Passend zum Abschluss der längst überfälligen Renovation feiern die drei Denominationen in diesem Jahr ausnahmsweise Ostern am gleichen Tag, nämlich dem 16. April.

Die Renovation war dringend nötig. Das Dach war beispielsweise durch die Luftfeuchtigkeit, welche durch den Atem der vielen Besucher über die Jahrzehnte entstand, in Mitleidenschaft gezogen worden. Und auch die Kerzen, die von den Pilgern angezündet wurden, hatten ihre Spuren hinterlassen. Zudem wurde ein Eisenkäfig um den Schrein errichtet, da bislang Pilger dicht daran Kerzen anzündeten, wodurch die Ummantelung des Schreins russgeschwärzt worden war.

Aus Sicherheitsgründen geschlossen

2015 schloss die israelische Polizei die Kirche umgehend, nachdem das Gebäude von der Israelischen Altertumsbehörde als unsicher eingestuft worden war. Die Reparatur-Arbeiten begannen im Juni 2016.

«Ohne die Renovation wäre die Gefahr gross gewesen, dass das Gebäude hätte irgendwann eingestürzt wäre», sagt Bonnie Burnham vom «World Monuments Fund». Diese Organisation trug 1,4 Millionen Dollar vom 4 Millionen-Dollar-Umbauprojekt.

Neuer Einblick in Geschichte

Im Mittelalter war der frühere Stein mit Marmor ummantelt worden. Bei den Restaurationsarbeiten wurde nun an einer Stelle eine Art «Fenster» eingebaut: Die Marmorschicht wurde entfernt, wodurch der Blick auf den ursprünglichen Stein der Grabstätte frei geworden ist.

Man stehe vor einem neuen Einblick in die Geschichte, sagt Antonia Moropoulou, welche die Restauration überwachte.
Die verschiedenen Konfessionen, welche die Grabeskirche verwalten, waren bislang teils arg zerstritten. Moropoulou hofft, dass die Renovierung in «einer neuen Ära der Zusammenarbeit» mündet.

Derjenige, dem die Grabesstätte gilt, war jedoch nur drei Tage lang im Reich der Toten – danach erfolgte die Auferstehung.

Zum Thema:
Nach Jahrzehnten des Streits: Grabeskirche eint Konfessionen
Christlicher Treff in Jerusalem: «Wie ist es, so nahe an den biblischen Ereignissen zu leben?»
Unesco-Skandal: Resolution nennt Tempelberg nur muslimisch 

Datum: 27.03.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / BCN / CBN

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