Trotz schwieriger Umstände

Kuba: 16'000 kamen durch Kampagne zum Glauben

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Aus 300 Gemeinden und 40 Denominationen schlossen sich kürzlich kubanische Christen zusammen. Obwohl sie keinen Zugang zu den allgemeinen Werbeplattformen haben, schafften sie es, Tausende auf die evangelistische Kampagne aufmerksam zu machen – und ganze Familie lernten so Jesus Christus kennen.

Evangelistische Kampagnen sind trotz scheinbarer Veränderungen und Verbesserungen auf Kuba weiterhin fast unmöglich. Christen haben keine Möglichkeiten, Werbeflächen zu mieten oder über Radio oder Fernsehen auf Veranstaltungen hinzuweisen. Doch das ist kein Grund, um keine Evangelisation durchzuführen – es macht die Christen vielmehr kreativ. Und so schlossen sich kürzlich alle christlichen Gemeinden von La Habana zusammen, um mit einer Mulitmedia-Kampagne die zwei Millionen Einwohner der Hauptstadt zu erreichen.

Durch kreative Werbung 100'000 Bücher verteilt

Für die Kampagne «Kraft zur Veränderung» produzierten über 300 Gemeinden aus 40 Denominationen ein Buch mit Zeugnissen, das durch Spenden des «Great Commission Media Ministries» finanziert wurde. Jedes Zeugnis ist der Lebensbericht eines Kubaners, der zum Glauben an Jesus gekommen ist und dadurch verändert wurde. Während der Kampagne wurden Tausende Broschüren, die Werbung für das Buch machen, und die Zeugnis-Bücher selbst verteilt. Ein improvisiertes Call-Center nahm Anrufe und Bestellungen von Büchern entgegen. Dazu wurden über 500 Bücher an Häftlinge verteilt, andere Christen besuchten fast alle Kinderkrankenhäuser der Stadt, in denen es zuvor noch nie evangelistische Events gegeben hatte. Zwar wurden einige Gemeindeleiter wiederholt zum Verhör von der Polizei mitgenommen, doch das schränkte die Kampagne nicht weiter ein.

Zur Werbung gehörte auch ein Musikvideo, das von christlichen Musikern produziert und dann in sozialen Netzwerken geteilt wurde. Auf diese Weise hörten viele Bewohner La Habanas vom Evangelium und konnten das Buch erhalten, das von der Veränderung Gottes in den Menschen berichtet. Insgesamt wurden über 100'000 Bücher verteilt, schätzungsweise kamen 16'000 Menschen zum Glauben. «Sogar Menschen, die in der Vergangenheit nichts vom Evangelium hören wollten, kamen und baten um ein Buch, weil sie wissen wollten, worum es geht», berichtet Digna Lamote, Koordinatorin der Kampagne.

Vor Selbstmord gerettet

Diese einzigartige evangelistische Kampagne brachte zum einen die verschiedenen Gemeinden näher zusammen, aber sie hinterliess auch tiefe Spuren in einzelnen Gemeinden und einzelnen Leben. María Sánchez, die ihr Zeugnis ebenfalls im Buch festgehalten hat, berichtet von starkem Wachstum in ihrer Gemeinde: «Wir mussten unsere Gruppe teilen, weil Leute kamen, die das Übergabegebet gesprochen hatten und durch das Zeugnis zum Glauben gekommen waren.»

Jesús Caravallos Leben wurde wortwörtlich durch das Zeugnis-Buch gerettet. Seine Frau hatte ihn verlassen und er war verzweifelt. «Ich hatte schon beschlossen, mein Leben zu beenden. Ich ging ins Bad und fand dort dieses kleine Buch – ich hab keine Ahnung, wie es dorthin gekommen war.» Im Buch fand er eine kleine Karte mit einer Adresse und beschloss, den dort genannten Pastor zu besuchen. Beim Besuch in der Gemeinde nahm er Jesus Christus als seinen Herrn und Retter an. «Alles, was mir bleibt, ist Gott zu danken! Ich bin ihm ewig dafür dankbar, dass er mich zu einem neuen Menschen gemacht hat, ein erneuerter Mann!»

Die Organisatoren dieser besonderen Kampagne planen, weitere Bücher zusammen mit dem Johannesevangelium zu verteilen. Die teilnehmenden Gemeinden kümmern sich jetzt um die Nacharbeit und die Jüngerschaft der neuen Christen.

Zum Thema:
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Datum: 07.07.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / CBN

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