50 Jahre Campus für Christus

Menschen gewinnen, fördern und senden

1967 startete Campus für Christus in Deutschland. Unter dem Motto: «Gewinnen, Fördern, Senden» prägt das Missionswerk seit einem halben Jahrhundert Menschen. Einige erzählen hier, wie sie mit Campus für Christus in Berührung gekommen sind oder was ihre Mitarbeit prägte.

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Wenn Menschen mit dem Evangelium in Berührung kommen oder es weitergeben möchten, dann sieht das erfahrungsgemäss sehr unterschiedlich aus. So, wie sich eben auch Menschen unterscheiden. Zum Jubiläum von Campus für Christus in Deutschland haben einige Christen ihre Erfahrungen mit dem Missionswerk erzählt. Bei aller Unterschiedlichkeit wird doch deutlich, wie liebevolles Konfrontieren mit dem Evangelium aussehen kann bzw. welche Kreativität es freisetzt, wenn Menschen von ihren Erfahrungen mit Gott weitererzählen.

Irgendwann sagt man Ja oder Nein

«Wenn du dann in Freiburg studierst, kannst du ja Kontakt zu Campus für Christus aufnehmen», sagte mir eine Bekannte, bevor ich abreiste. Ich war eigentlich nicht darauf erpicht, Kontakt mit besonders frommen Christen zu suchen, denn vom Glauben meiner Kindheit hatte ich mich entfernt. Irgendwann ging ich doch zu einer Campus-Veranstaltung, einem Abend mit Carsten Peter Thiede. Im Anschluss an den Vortrag fragte mich wie befürchtet eine junge Frau recht direkt: «Bist du eigentlich Christ?» Im Gespräch sagte sie: «Ich denke, es ist wie bei einer Ehe. Man lernt sich kennen und irgendwann sagt man Ja oder Nein.» Das ist wirklich allzu schlicht, dachte ich, aber eigenartig: Genau das liess mich nicht wieder los. Am selben Abend las ich in meinem Zimmer das Johannesevangelium und war beeindruckt. Und ich spürte, dass ich vor der Entscheidung stand, Jesus zu vertrauen oder nichts mehr mit ihm zu tun zu haben. Ich entschied mich für Jesus. Dieses zentrale Ereignis meines Lebens ist nicht allein Campus zuzuschreiben, aber Campus war entscheidend daran beteiligt!
Ilse-Marie Neuroth

Eine andere Wirklichkeit

Im vierten Semester lud mich mein libanesischer Kommilitone ein, mit ihm sein Heimatland zu besuchen. Ich zögerte nicht lange, sagte zu und flog in den Sommerferien in den wunderschönen und sehr vielfältigen Libanon. Mein Freund zeigte mir nicht nur die schönsten Orte des Landes, sondern gab mir auch Einblicke, die man als Tourist nicht bekommt. In der zweiten Woche entdeckte ich dann aber noch eine andere, eine geistliche Wirklichkeit. Ich wusste, dass ein paar junge Leuten von Campus für ein Jahr in Beirut lebten und verabredete mich mit ihnen. Bei einem Kaffee erzählten sie mir, welche Erfahrungen sie damit gemacht hatten, mit libanesischen Studenten über den Glauben zu reden. Die meisten kamen vom Glauben schnell auf Religion und von Religion auf Politik. Durch die Bürgerkriegsgeschichte des Landes haben die Religionen zwar zu einem guten Miteinander gefunden, aber Religionszugehörigkeit ist immer gleichzeitig ein politisches Statement. Sie erzählten mir, wie sehr sie sich wünschen, dass Libanesen einen persönlichen Zugang zu Gott finden – und sie hatten auch einige ermutigende Geschichten. Diese Begegnung erinnerte mich daran, dass es noch eine andere Wirklichkeit gibt. Ich sah den Libanon erst durch die Augen eines Touristen, dann durch die eines Einheimischen und dann durch die Augen eines liebenden Gottes.
Dominik Schweiger

Ein Armband wandert weiter

Nach einer christlichen Konferenz treffe ich eine begeisterte junge Frau an der Bushaltestelle und komme mit ihr ins Gespräch. Sie erzählt, wie gern sie diese Erfahrungen und Erlebnisse mit in ihren Alltag nehmen möchte. Und irgendwann beginne ich zu ahnen, wie wenig sie Gott mit ihrem persönlichen Leben in Verbindung bringen kann. Also frage ich, ob sie eine persönliche Beziehung zu Gott kennt. Sie verneint. Aber es interessiert sie sehr. Also nutzen wir die Viertelstunde, bis mein Zug fährt. Ich erkläre ihr die Grundlagen des christlichen Glaubens mit Hilfe meines Armbandes, auf dem vier Punkte abgebildet sind. Sie verdeutlichen: Gott liebt mich – Ich habe gesündigt – Jesus starb für mich – Will ich mit Jesus leben? Damit sie alles in Ruhe noch einmal durchdenken kann, gebe ich ihr ein Heft «Gott persönlich kennenlernen». Darin sind zwei Bilder für unsere Lebenseinstellung: Einmal steht das Ich im Mittelpunkt eines Kreises, einmal Gott. Ich fragte sie, welcher Kreis auf ihr Leben passt? – Der erste! Und wie sie gern leben möchte? –Mit Gott im Mittelpunkt meines Lebens! Ich empfehle ihr, das im Gebet Gott zu sagen. Ja, das möchte sie beten, nachdem sie in Ruhe alles noch einmal durchgelesen und durchdacht hat. Ich flitze zum Zug, aber vorher schenke ich ihr noch mein Armband als Erinnerung.
Claudia Michaelsen

Zum Thema:
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Datum: 09.04.2017
Autor: Hauke Burgarth
Quelle: Livenet

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