Zeichen für Integration

Freikirchen unterstützen «Allianz für Weltoffenheit»

Neben den grossen Kirchen, anderen Glaubensgemeinschaften und zahlreichen politischen Verbänden unterstützt jetzt auch die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) die Erklärung der «Allianz für Weltoffenheit». VEF-Präsident Ansgar Hörsting erklärte: «Dieser Beschluss ist für uns sowohl ein Signal in die Öffentlichkeit als auch eine Selbstverpflichtung.»

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Der Leitgedanke der «Allianz für Weltoffenheit»: «Die Würde des Menschen ist unantastbar»
Das zentrale Anliegen der neuen Allianz wird bei einem Besuch ihrer Webseite sofort deutlich. Zuerst wird in Übergrösse Artikel 1 des bundesdeutschen Grundgesetzes gezeigt: «Die Würde des Menschen ist unantastbar». Es folgt ein Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB, der als Initiator fungiert.

Für Weltoffenheit – gegen Intoleranz

In einer kurzen Einleitung wird Deutschland als «demokratisches und weltoffenes Land, eingebettet in die Europäische Union als Werte- und Wirtschaftsgemeinschaft, den universellen Menschenrechten verpflichtet» beschrieben. Der im Grundgesetz verankerte Schutz der Menschenwürde gelte daher für alle Menschen, «gleich ob sie seit Generationen hier leben, zugewandert oder als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind».

Der eigentliche Aufruf beginnt mit dem Statement: «Wir treten dafür ein, dass Deutschland auch weiterhin seine humanitären Verpflichtungen erfüllt.» Konkret bedeutet dies das Einstehen für eine Versachlichung der Diskussion und das Gegensteuern gegen menschenfeindliche Äusserungen und Taten. Zahlreiche weitere Aktionspunkte werden aufgezählt, die alle in einem europäischen Kontext umzusetzen sind. Ziel des Aufrufs ist offensichtlich ein menschenwürdiger Umgang mit Flüchtlingen statt einer Abgrenzung gegen sie.

Freikirchliche Unterstützung der Initiative

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VEF-Präsident Ansgar Hörsting
Die Liste der Unterstützer ist lang. Seit letzter Woche gehört auch die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) dazu. Deren Vorsitzender erklärte laut dem Internetportal «Jesus.de» am Rande ihrer Mitgliederversammlung in Kassel: «Als Freikirchen in Deutschland setzen wir uns für die Menschenwürde aller ein, die in unserem Land leben – ob sie hier geboren wurden oder erst seit kurzem hier leben. Und wir wenden uns klar gegen Intoleranz, Hass und jede Form von Ungleichbehandlung.»

Dabei unterstrich Hörsting besonders die praktische Seite des Einsatzes der Gemeinden: «Viele Ortsgemeinden setzen sich mit grossem Engagement für Flüchtlinge ein und leisten damit einen Beitrag in dieser durchaus herausfordernden gesellschaftlichen Situation.» So setzten Gemeinden das um, was die «Allianz für Weltoffenheit» als Fazit auch für Krisenzeiten ziehe: dass wir die rechtsstaatlichen, sozialen und humanitären Errungenschaften unserer Gesellschaft nicht aufgeben dürfen. Und dass dies ein Auftrag an die gesamte Gesellschaft sei. Hörsting ergänzte, dass sich dies für Kirchen und Gemeinden besonders aus der Bibel herleite: «In unseren Ortsgemeinden reden wir nicht nur über die Liebe Gottes zu den Menschen, sondern wir geben sie durch Taten weiter.»

Zur Webseite:
Allianz für Weltoffenheit

Zum Thema:
Parlamentarier in Berlin: «Antisemitismus hat bei uns keinen Platz»
Gewalt in Flüchtlingsheimen: Drohungen gegen Christen: «Wir hacken dir die Hand ab!»
Kulturtraining und Evangelium: Christliche Angebote für Flüchtlinge im Internet

Datum: 22.03.2016
Autor: Hauke Burgarth
Quelle: Livenet

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