Natürliche Bekämpfung

Mexiko: Christliche Organisation setzt sich gegen Zika-Virus ein

Der Zika-Virus ist weiterhin in einigen lateinamerikanischen Ländern ein grosses Problem. Nun hat sich die Kirche mit in die Bekämpfung eingebracht – und zwar auf ganz natürliche Weise. Eine christliche Organisation verteilt in Mexiko nämlich einen Fisch, um gegen die Mücken vorzugehen.

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Aedes aegypti-Mücke
Auch wenn die Medien nicht mehr viel über den Zika-Virus berichten, so breitet er sich immer noch in diversen lateinamerikanischen Ländern aus. Insbesondere dort, wo es zurzeit stark regnet und sich das Wasser in Regentonnen, alten Autoreifen oder anderen Behältern anstaut, können sich die Larven der Mücke, die den Virus überträgt, problemlos vermehren.

Experten: «Kirche muss sich einbringen!»

Auch Mexiko ist von dem Virus bedroht, obwohl die Regenzeit noch nicht offiziell begonnen hat. Doch um einer grösseren Verbreitung vorzubeugen, macht sich nun auch die Kirche in der Bekämpfung stark. «Sogar Experten in dem Thema sagen, dass die einzige Form, diese Mücke auszurotten, darin besteht, dass sich die Kirche mit einbringt», berichtet Scott Hill, Mitarbeiter der christlichen Organisation «Operación Bendición» (Operation Segen).

Gambuse frisst bis zu 400 Larven täglich

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Gambusia Gaigei
Und für diese Bekämpfung greift die Organisation zu einem natürlichen Mittel: den Gambusen. Die kleinen Fische ernähren sich von den Larven der Aedes aegypti-Mücke, die nicht nur Zika, sondern auch Dengue und Chikungunya überträgt. Mit der Hilfe der Regierung verteilt Operación Bendición die Fische, welche von dem Werk selbst gezüchtet werden, insbesondere an hilfsbedürftige Familien in den betroffenen Gegenden. Die Familien können den Fisch dann dort aussetzen, wo sich in ihren Häusern und Höfen stehendes Wasser befindet und der Fisch kümmert sich selbst darum, die Larven zu vernichten – bis zu 400 Larven kann er täglich fressen. «Die Mücke vermehrt sich insbesondere in bevölkerten Gebieten, da sie eine Wand braucht, um ihre Eier abzulegen», erklärt Scott Hill. «Das heisst, die Mücke vermehrt sich nicht unbedingt in Pfützen und Teichen, sondern vielmehr in Wasserbecken, Tonnen, grösseren Gefässen und in alten Autoreifen. Und diese Dinge gibt es in städtischen Gebieten.»

Stichproben bestätigen Erfolg

Diese natürliche Bekämpfungsmethode des Zika-Virus wurde von der Organisation bereits in El Salvador und Honduras erfolgreich durchgeführt sowie in den USA nach der Kathastrophe des Wirbelsturms Katrina. «Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium haben wir Statistiken erhoben und Stichproben gemacht durch Fallen, die wir strategisch an den Orten aufbauen, in denen die Fische ausgesetzt wurden», erklärt Daniel Issa, ebenfalls Mitarbeiter von Operación Bendición. «Die Proben haben sehr gute Ergebnisse gebracht. Wir warten noch darauf, dass die Regenzeit beginnt, weil sich dann die Mücke noch stärker vermehren wird. Aber wir sind sehr optimistisch, dass wir durch die Strategie von Operación Bendición diese Vermehrung massiv einschränken können.»

Zur Webseite:
Informationen zum Zika-Virus vom Bundesamt für Gesundheit BAG

Zum Thema:
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Datum: 10.06.2016
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / CBN

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