Rebbauern beten

Kirschessigfliege bedroht die Weinernte

Der Aargauer Obstbau-Berater Othmar Eicher warnt: «Die Kirschessigfliege wütet in der Region wie noch nie. Nach Kirschen und Beeren befällt sie jetzt Zwetschgen.» Weinbauern haben Angst, dass es die Fliege auch auf die Trauben abgesehen hat. Sie bitten um Gebet am Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag.

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In der Hallauer Bergkirche wurde gebetet: Die Weinbauern fürchten um ihre Ernte.
Sie ist in Südostasien zu Hause und wurde 1931 erstmals beschrieben. 2009 wurde sie in Spanien, Frankreich, Italien und Slowenien gesichtet; 2011 in der Schweiz, Österreich und Deutschland. Weil Drosophila suzukii die Früchte erst kurz vor der Ernte befällt, ist sie sehr schwer zu bekämpfen. Unmittelbar vor der Ernte dürfen keine Insektizide mehr eingesetzt werden. «Das ist kein banales Insekt, welches mit einer einfachen Massnahme bekämpft werden kann», erklärt Markus Leumann, Leiter der Fachstelle Weinbau der Kantone Thurgau und Schaffhausen.

Hohes Zerstörungspotential

Die Kirschessigfliege hat keine natürlichen Feinde. Ihr Zerstörungspotential ist hoch. Ein Weibchen legt 200 bis 300 Eier. Sind die Früchte befallen, zeigt sich dies durch kleine Beschädigungen und eingedrückte weiche Flecken an der Oberfläche. Der Schaden wird durch Maden verursacht, die das Fruchtfleisch fressen. Gleichzeitig können bei befallenen Früchten Pilze oder Bakterien auftreten. Sie beschleunigen die Fäulnis. Die Schäden durch die Fliegenstiche können enorm sein. In Südfrankreich wurden beispielsweise die Erdbeeren bis zu 80 Prozent zerstört. In Deutschland landeten bereits grosse Mengen frühreifer Trauben in der Biogasanlage.

In den Weinbaugebieten der Schweiz geht die Angst um. Wie Robert Rahm gegenüber idea sagte, werde die Kirschessigfliege zu einer «gewaltigen Bedrohung für die Früchte in unserem Land». Der bekennende Christ fragt sich, ob es auch geistliche Zusammenhänge für diese Bedrohung geben könnte. Dabei verweist er auf das Alte Testament. Das Volk Israel habe immer dann Segen und Wohlergehen geniessen dürfen, solange gottesfürchtige Könige regierten. Aber: «Sie erfuhren grosse Heimsuchungen, wenn sich Könige – und mit ihnen das Volk – von Gott lösten und seine Ordnungen missachteten.»

«... der Wurm verzehrt ihn»

Und tatsächlich – in 5. Mose 28,39 warnt Gott: «Weinberge pflanzest und bebaust du, aber Wein wirst du nicht trinken und nicht keltern, denn der Wurm verzehrt ihn.» Nun fragen sich christliche Bauern, ob die grosse Bedrohung durch die kleine Fliege eine Mahnung für die Schweizer Bevölkerung sein könnte. Robert Rahm erinnert: «Auch in unserem Land werden göttliche Ordnungen, mit dem Segen der Obrigkeit, missachtet. Ich denke an die 11'000 Kinder, die jährlich abgetrieben werden, an die aktive Sterbehilfe, an die Aidskampagne, die den freien Sex propagiert, aber auch an die Geldgier, von der wir uns so oft leiten lassen.»

Aufruf von Gebet für die Schweiz

Am Sonntag ist der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag. Er wurde in Notzeiten ins Leben gerufen. Ein Anlass also zur inneren Einkehr und äusseren Umkehr, zur Anrufung und Anbetung Gottes. Die Organisation «Gebet für die Schweiz» ruft im Zusammenhang mit der Bedrohung der Weinernte zur Fürbitte auf. «Die nationale Dimension sehen wir als Ruf Gottes, um sein Angesicht zu suchen und Busse zu tun», heisst es im Aufruf. Neben dem Schuldbekenntnis für die Missachtung von Gottes Ordnungen, soll auch der Sieg Gottes proklamiert und gegenseitig Segen ausgesprochen werden.

Allen Grund zur Umkehr

Robert Rahm, Mitbegründer der Weinkellerei Rahm in Hallau, ist jedenfalls überzeugt, dass das Schweizervolk am Bettag «allen Grund hat, umzukehren und Gottes Ordnungen wieder zu respektieren».

Zur Webseite:
Gebet für die Schweiz

Zum Thema:
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Datum: 19.09.2014
Autor: Rolf Höneisen
Quelle: idea Schweiz

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