Kirchen mahnen
Christen sollen Wälder schützen
Der Weltkirchenrat hat Christen zum Schutz und Erhalt der Wälder aufgerufen. Auch die Kirchen in der Schweiz beteiligen sich an der Aktion «Zeit der Schöpfung».
Auftakt zur «Schöpfungszeit»
Ein Anlass im Botanischen Garten in St. Gallen bildete den Auftakt zur ökumenisch getragenen «Schöpfungszeit». In St. Gallen war es die Arbeitsgruppe "Gerechtigkeit - Friede - Bewahrung der Schöpfung", die zur Feier der Schöpfungszeit eingeladen hatte. Beteiligt ist eine Vielzahl von Kirchen, was besonders auch in den unterschiedlich formulierten Fürbitten sichtbar wurde.
Der Arvenpflanzer
Bei der Feier ging es darum, sich mit dem Thema Baum zu befassen. In einem ersten Zeugnis berichtete der gut achtzigjährige St. Galler Arzt Theo Gerber von seiner Baumpflanzaktion im Rheinwald, dem Quellgebiet des Hinterrheins. Seit vierzig Jahren versucht er auf den seit Jahrhunderten abgeholzten Hängen, Arven zu pflanzen und so den ursprünglichen Wald zurückzubringen.
Eine Sisyphusarbeit, die er trotz aller Rückschläge mit ansteckender Begeisterung verrichtet. Er lebt von der Erfahrung, mit der Natur zusammen einen Prozess in Gang zu bringen, bei dem sich die Schöpfungswirklichkeit ganz unmittelbar erleben lässt.
Informative Hilfsmittel
Zum Thema «Schöpfungszeit» werden Materialien für Gottesdienst, Katechese und Erwachsenenbildung angeboten. Erarbeitet wurden sie vom «Verein oeku Kirche und Umwelt», der 1986 gegründet wurde und von 600 Kirchgemeinden, kirchlichen Organisationen und Einzelpersonen getragen wird.
Die «Schöpfungs-Zeit» begann mit dem «Tag der Schöpfung», Anfang September und dauert bis zum 4. Oktober, dem Gedenktag des Franz von Assisi. Die Schweizer Kirchen legen Kirchgemeinden und Pfarreien nahe, die Schöpfungs-Zeit zu feiern.
Quelle: epd / Kipa

