Kirchen mahnen

Christen sollen Wälder schützen

Der Weltkirchenrat hat Christen zum Schutz und Erhalt der Wälder aufgerufen. Auch die Kirchen in der Schweiz beteiligen sich an der Aktion «Zeit der Schöpfung».

Zoom
Ein Arvenwald am Hinterrhein wird von der «oeku» wieder aufgeforstet.
Die Vereinten Nationen hätten das Jahr 2011 zum internationalen Jahr der Wälder erklärt, erinnert der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK). Seit über 20 Jahren setzen sich Christen in der «Zeit der Schöpfung» für die Umwelt ein. Der verstorbene Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Dimitrios I. hatte den 1. September 1989 als Tag des Gebets für die Erde und ihre Ökosysteme ausgerufen. Der Monat September soll Christen die Augen öffnen für die Wunder der Schöpfung und gleichzeitig für die Verantwortung, die sie ihr gegenüber haben.

Auftakt zur «Schöpfungszeit»

Ein Anlass im Botanischen Garten in St. Gallen bildete den Auftakt zur ökumenisch getragenen «Schöpfungszeit». In St. Gallen war es die Arbeitsgruppe "Gerechtigkeit - Friede - Bewahrung der Schöpfung", die zur Feier der Schöpfungszeit eingeladen hatte. Beteiligt ist eine Vielzahl von Kirchen, was besonders auch in den unterschiedlich formulierten Fürbitten sichtbar wurde.

Der Arvenpflanzer

Bei der Feier ging es darum, sich mit dem Thema Baum zu befassen. In einem ersten Zeugnis berichtete der gut achtzigjährige St. Galler Arzt Theo Gerber von seiner Baumpflanzaktion im Rheinwald, dem Quellgebiet des Hinterrheins. Seit vierzig Jahren versucht er auf den seit Jahrhunderten abgeholzten Hängen, Arven zu pflanzen und so den ursprünglichen Wald zurückzubringen.
 
Eine Sisyphusarbeit, die er trotz aller Rückschläge mit ansteckender Begeisterung verrichtet. Er lebt von der Erfahrung, mit der Natur zusammen einen Prozess in Gang zu bringen, bei dem sich die Schöpfungswirklichkeit ganz unmittelbar erleben lässt. 

Informative Hilfsmittel

Zum Thema «Schöpfungszeit» werden Materialien für Gottesdienst, Katechese und Erwachsenenbildung angeboten. Erarbeitet wurden sie vom «Verein oeku Kirche und Umwelt», der 1986 gegründet wurde und von 600 Kirchgemeinden, kirchlichen Organisationen und Einzelpersonen getragen wird.
 
Die «Schöpfungs-Zeit» begann mit dem «Tag der Schöpfung», Anfang September und dauert bis zum 4. Oktober, dem Gedenktag des Franz von Assisi. Die Schweizer Kirchen legen Kirchgemeinden und Pfarreien nahe, die Schöpfungs-Zeit zu feiern.

Datum: 06.09.2011
Quelle: epd / Kipa

Anzeige

Diese Artikel könnten Sie interessieren

StopArmut-Preis 2012
2012 wird erneut der StopArmut Preis vergeben. In vier verschiedenen Kategorien zeichnen die Organisatoren kreatives Engagement gegen Armut aus.
13 Thesen
An Pfingsten feiert die Gemeinde die Ausgiessung des Heiligen Geistes. Das Institut für Gemeindebau und Weltmission (IGW) hat 13 Thesen zum Thema...
Verbindlichkeit
Jeder Mensch behauptet von sich selbst, er sei verbindlich. Doch beim Nachprüfen bemerkt er, dass das vielleicht gar nicht stimmt.
Netzwerk christlicher Cafés
Christliche Cafés versuchen, den «kulturellen Graben» zwischen Kirche und dem heutigen Lebensstil zu überbrücken. Dieser neue Trend stellt eine Form...

Werbung

Kommentar

Spannungsfeld Schule: Die Glaubensfreiheit ausüben
«In der Schule darf man ja immer weniger von seinem Glauben reden» oder «Die Schule wird ja immer...

Adressen

CGS ECS ICS

Werbung

VERANSTALTUNGEN

27. Mai, 19.30Uhr in Suhr
lebe deine Berufung – mach einen Unterschied in dieser Welt!
17. Juni 2012, 10 Uhr in Bad-Zurzach