«Mit meinen Kindern nicht!»

Demo gegen Gender-Unterricht an Schulen zieht Millionen an

«#ConMisHijosNoTeMetas» (Bei meinen Kindern mischst du dich nicht ein) war das Motto einer Millionen-Demo Anfang März in den Strassen Limas und anderen Städten der 25 Departamentos Perus. Das Besondere: Katholiken und Evangelikale liefen Seite an Seite – was man in Lateinamerika nicht häufig beobachtet.

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Anfang März gab es in den Strassen Limas eine Millionen-Demo gegen Gender-Unterricht an Schulen.
Mit der Initiative «#ConMisHijosNoTeMetas» demonstrierten überwiegend Christen dagegen, dass Minderjährigen die Gender-Ideologie in den Schulen gelehrt wird. Der neue Bildungsplan soll bereits 2017 in Kraft treten und schon Kindern im Kita-Alter über Sexualität und geschlechtliche Orientierung aufklären.

«Das Denken der Kinder kolonialisieren»

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Demo gegen Gender-Unterricht
In Perus Hauptstadt trafen sich die Demonstranten an verschiedenen Punkten der Stadt und liefen dann zum Sankt-Martins-Platz im Zentrum, wo sie sich trafen. Angeführt wurden die Demonstrationen von der kolumbianischen Abgeordneten Ángela Hernández, die bereits 2016 viele solcher Demos gegen die Gender-Ideologie in Kolumbien anführte. Laut Hernández ist die Gender-Ideologie «pervers», man versuche, «das Denken unserer Kinder zu kolonialisieren» und «die sexuelle Identität, die wir heutzutage haben, zu zerstören».

Sie bat den Präsidenten Perus, Pedro Pablo Kuczynski, auf sein Volk zu hören und «das Recht der Eltern, ihre Kinder zu erziehen, zu respektieren». Auf die Gender-Ideologie soll im Bildungsplan verzichtet werden. Auch einige peruanische Abgeordnete unterstützten die Demonstrationen.

Katholiken und Evangelikale Seite an Seite

Dass katholische und evangelische Christen gemeinsam auftreten, sieht man in Lateinamerika eher selten, da die religiösen und ideologischen Unterschiede zwischen den beiden Kirchen deutlich grösser sind als beispielsweise im deutschsprachigen Europa. Doch dieses Mal riefen beide Kirchen zur Teilnahme an der Demonstration sowie am Marsch fürs Leben auf, der in Lima am 25. März durchgeführt wird.

Luis Gaspar, Vikar für Familie und Leben vom Erzbistum Limas, drückte es so aus: «Wir befinden uns in einem moralischen Kampf, einem geistlichen Kampf, und das Kriegsfeld ist das Denken unserer Kinder, das wir bis zum Ende unserer Tage verteidigen werden.» Die Erziehung der Kinder sei zuallererst das Recht der Eltern, «das ist nicht verhandelbar».

Zum Thema:
Gender Mainstreaming: Eine Ideologie greift Glaube und Familie an

Umstrittene Ehrung: «Jugend und Familie» ruft zum Boykott auf
Zur Gender-Debatte: «Mit dem Warnfinger gewinnen wir niemanden»

Datum: 15.03.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / noticiacristiana.com

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