«Ich arbeitete in der Kirche als Jugendleiter»

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Hier siegte Lordi am Eurovision Song Contest. Kita ist der zweite von links.
Kita ist der Schlagzeuger von Lordi. Seine finnische Rock-Band triumphierte am «Eurovision Song Contest». Augenfällig: Die Finnen verkleiden sich als Monster. Ihr Aussehen bleibt geheim. Hier gewährt Kita einen Blick hinter die Maske. Nicht auf sein Aussehen, sondern in seine Seele.

Noch nie wurde ein Song-Contest-Gewinner so kontrovers diskutiert wie die finnischen Lordi. Ängste, die grotesk kostümierte Metal-Band könnte die europäische Jugend zum Satanismus verleiten, scheinen jedoch unbegründet. Die Band hat auch eine Nummer wie «Devil Is a Loser» im Programm, über die sich Okkultisten ärgern dürften.

Christen aus verschiedenen Gemeinden protestierten im Vorfeld auch gegen den Auftritt von Lordi in Zürich, oder wollten ihn verhindern. Darf man aber den Stab über diese Gruppe einfach so brechen? Gerade der Text von «Hard Rock Hallelujah» zeigt, dass sie sich mit der Bibel auseinandersetzen.

Dies dokumentiert auch Schlagzeuger Kita damit, dass er früher für eine finnische Kirche arbeitete. Und auf die Frage, warum sich ein Leben mit Jesus lohnt, antwortet er: «Ich denke, jeder Mensch sollte auf der guten Seite stehen.» (Im folgenden Interview mit Kita).

Da kann man anknüpfen. Deshalb ein Vorschlag: Weniger Protest, dafür mehr Gebet für diese Band. Zu beten, dass alle von ihnen die grösste Macht des Universums kennenlernen: Jesus Christus. Und zu beten, dass Lordi im nächsten Jahr wiederkommt – als christliche Band.

Bürgerlich heisst er Sampsa Astala. Europa kennt ihn als Kita, den Mann hinter der Lordi-Schiessbude. Der Schlagzeuger von Lordi, Kita, im Interview:

Daniel Gerber: Stimmt es, dass Sie in der Kirche arbeiteten?
Kita: Ja, das stimmt. Ich arbeitete als Jugendleiter in den Jahren 2000 und 2001.

Sie schrieben da auch Songs – welche?
Das waren vielerlei. Auch Heavy-Balladen.

Und was waren die Inhalte?
Alles mögliche, aber nichts politisches.

Schreiben Sie heute auch Gospel?
Nein, jetzt gerade nicht. Aber eines Tages vielleicht, man weiss nie.

In «Hard Rock Halleluja» singt Ihre Band über «die Lämmer», «Brüder und Schwestern» und «den falschen Prophet». Ist das mit der Bibel verbunden?
Natürlich stammt die Lyrik aus der Bibel. Aber wir spielten mit den Worten. Wir mischten Rock’n’Roll hinein.

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Immer ein Lächeln im Gesicht: Kita.
Wie wichtig ist Ihnen Ihr christlicher Glaube?
Mir ist er sehr wichtig. Wenn wir mit Lordi unterwegs sind, unterhalten wir nur. Wir haben keine Botschaft oder Statements.

Im Folgenden beantwortet Kita den Fragebogen von Livenet.ch.

Eine Schwäche, die Sie durch den Glauben besser in den Griff bekommen haben...
Ich denke Neid oder Geldgier.

Eine Stärke, die Sie durch den Glauben gewonnen haben...
Das ich in meinem Leben tun kann, was ich will, egal was andere Menschen sagen.

Hat Gott eine Seite, die Sie nicht verstehen?
Ja, viele Seiten J. Ich will nicht zu viel verstehen.

Klagen Sie Gott manchmal an?
Nein, ich tu das nicht.

Welche Frage möchten Sie Gott unbedingt stellen?
Was ist Deine Lieblingsfarbe? Im Ernst: Ich weiss es nicht.

Wie sind Sie Christ geworden?
Ich war schon immer einer.

Warum sind Sie Christ?
Das ist für mich ganz natürlich.

Beschreiben Sie ein spezielles Erlebnis, das Sie mit Gott gemacht haben:
Mir kommt keines in den Sinn.

Warum denken Sie, dass sich ein Leben mit Jesus auszahlt?
Ich denke, jeder Mensch sollte auf der guten Seite stehen.

Steckbrief

Zivilstand: Ich habe eine Freundin
Gemeinde: Kallion Seurakunta
Hobbys: Musik, Freunde
Beruf: Musiker, Produzent
Wohnort: Helsinki, Finnland
Herkunft: Vantaa, Finnland

Datum: 07.10.2006
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch

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Menschsein bedeutet, sich von Zeit zu Zeit auf Neues einlassen zu müssen. Für die einen ist das spannend, sie lieben das Abenteuer, das Entdecken und Auskundschaften. Für andere ist es eher anstrengend, sich auf Unbekanntes einzustellen.

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