Medikamente bis 2020 zugesichert

Lepra-Mission und Novartis gehen «zähe letzte Meile»

Weltweit konnte die Zahl der Lepra-Neuerkrankungen in den letzten 5 Jahren nicht gesenkt werden. Das wollen der Pharmakonzern Novartis und die Lepra-Mission in den nächsten zehn Jahren ändern und die «zähe letzte Meile gehen», wie sie an einem Lepra-Dialog in Genf deklariert haben. Novartis will jetzt «Lepra-Geschichte» schreiben.

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Geneva Dialogue
Novartis wird weiterhin die Medikamente gegen die heimtückische Krankheit bereitstellen. Die Lepra-Mission, die Spitäler, Präventions- und Rehabilitationsprogramme führt, wird im Bereich Forschung, Früherkennung und Schulung innovativ Lepra bekämpfen.

«Die Anzahl der Neuinfizierten konnte in den letzten Jahrzehnten deutlich gesenkt werden», bilanziert Markus Freudiger, Co-Geschäftsleiter der Lepra-Mission Schweiz. «Seit einigen Jahren bleibt die Anzahl nun ungefähr gleich, die letzte Meile ist zäh – aber machbar.» Dies erkannte auch Novartis. Der Schweizer Pharmariese gibt die Antibiotika-Behandlung weiterhin kostenlos ab, welche die Krankheit stoppt. Die Kosten bis ins Jahr 2020 betragen rund 20 Millionen Schweizer Franken, dazu kommen rund 2,2 Millionen Franken, welche die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Logistik und Verteilung benötigt. Diese übernehmen Regierungen und NGOs wie etwa die Lepra-Mission, die verantwortlich sind, dass die Medikamente bei den Betroffenen ankommen.

Stigma und Diskriminierung

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Direktor der indischen Lepra-Mission, Sunil Anand
«Ein Problem ist immer noch, dass viele Betroffene erst spät kommen, weil die lokalen Ärzte die Krankheit zu Beginn nicht erkennen», analysierte Sunil Anand, Direktor der indischen Lepra-Mission auf dem Novartis-Forum in Genf. Durch Schulung und Fürsprache solle sich das aber verbessern. WHO-Mitarbeiter Denis Daumerie bedauerte, dass das Stigma und die Diskriminierung zu den grössten Herausforderungen gehörten: «Almosen alleine wird Lepra nicht beenden. Auf der letzten Meile brauchen wir mehr Forschung, bessere Diagnostik und Prävention.»

Mehrere Player müssen zusammenspannen

«Wir wollen Lepra-Geschichte schreiben», hält Novartis-CEO Joseph Jimenez fest. Dazu brauche es verschiedene Player – so etwa Regierungen und NGOs wie die Lepra-Mission, die weltweit rund 200 Lepra-Programme betreibt, sowohl Spitäler und Institutionen zur Wiedereingliederung. Die Lepra-Mission kümmere sich auch um Menschen, die wegen der Krankheit behindert sind. Die weltweite Lepra-Mission ist die führende Organisation in der Lepra-Bekämpfung; sie setzt dazu rund 20 Millionen jährlich ein. Die Lepra-Mission Schweiz konnte im vergangenen Jahr 1,257 Millionen Franken beisteuern. Laut der soeben erschienen Statistik behandelte die Lepra-Mission 906'282 Betroffene ambulant sowie 40'176 stationär.

Webseite:
Lepra-Mission

Datum: 18.07.2012
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Lepra Mission Schweiz

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Noch nie wurden so viele Christen verfolgt wie heute. Die überkonfessionelle Menschenrechtsorganisation CSI (Christian Solidarity International) organisiert im fünften Jahr eine Mahnwache und weist hiermit auf die verfolgten Christen weltweit hin.

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