Geheimnis des Goldregenpfeifers

200-Gramm-Vogel bietet Evolution die Stirn

Der Pazifische Goldregenpfeifer fliegt mehrere tausend Kilometer übers offene Meer. Und er trifft sein Ziel exakt. Ohne dies bei älteren Artgenossen abgeschaut zu haben. Nach den Gesetzen der Evolutionstheorie wäre das Tier nach wenigen Generationen ausgestorben gewesen. Buchautor und Professor Werner Gitt enträtselt für «livenet.ch» das eigenartige Tier.
Goldregenpfeifer
Werner Gitt

Viele Dinge, die in der Schöpfung beobachten werden können, zeigen, dass es ohne einen Plan dazu gar nicht funktionieren könnte, analysiert Buchautor und Professor Werner Gitt im Hintergrundgespräch mit «livenet.ch». «Ein Beispiel, das mich immer selbst wieder fasziniert, ist die Reise des Goldregenpfeifers, ein Vogel, der von Alaska nach Hawaii fliegt, um zu überwintern.»

Der Pazifische Goldregenpfeifer – auch Sibirischer Goldregenpfeifer genannt – muss aber 4'500 Kilometer über den Pazifik fliegen, um nach Hawaii zu kommen. Das braucht Energie. In Alaska bleiben kann er nicht, weil es dort zu kalt wird. Er muss also zur Überwinterung diese lange Strecke zurücklegen.

88 Flugstunden, Treibstoff nur für 72 Stunden

Der Vogel frisst sich auf Alaska 70 Gramm Fett an. «Das ist sein Treibstoff. Im Mittel wiegt der Vogel 200 Gramm. Der Treibstoff-Verbrauch pro Stunde ist 0,6 Prozent seines Eigengewichtes. Wenn der Vogel eine Stunde geflogen ist, hat er 1,2 Gramm Fett verbraucht. Zu Beginn der zweiten Flugstunde wiegt er also nur noch 198,8 Gramm. Er ist leichter geworden und braucht etwas weniger Treibstoff für die zweite Stunde. Und so geht das weiter.»

Werner Gitt spricht von einer Differenzialrechnung erster Ordnung. «Wenn man das berechnet, stellt man fest, dass der Goldregenpfeifer dreieinhalb Tage braucht, um nach Hawaii zu kommen.» Dies sind 88 Flugstunden, aber nach 72 Stunden hat er schon kein Fett mehr. «Er kann nicht schwimmen und es gibt keine Insel, um Rast zu machen. Er muss durchgehend fliegen. Das heisst also, dass der Vogel nach dieser Berechnung in den Pazifik fallen und ertrinken müsste und dann gäbe es keine Goldregenpfeifer mehr.»

Woher weiss der Vogel das?

Aber es gibt sie eben doch. Der Grund: «Der Schöpfer hat dem Vogel eine wichtige Information mitgegeben. Nämlich: Fliege nie alleine, sondern fliege immer in Gemeinschaft und in Keilformation. So spart das Tier 23 Prozent Energie ein. Wenn man die Rechnung jetzt noch einmal durchführt, sieht man, dass der Vogel noch 6,8 Gramm Fett übrig hat, wenn er in Hawaii ankommt. Er kann also als erstes zu den Kurgästen an die Strände von Waikiki gehen und sagen 'Good Morning, ich bin auch schon hier' und muss am ersten Tag noch gar nicht nach Futter suchen.»

An diesem Beispiel, so Werner Gitt, ist zu sehen, wie genau alles kalkuliert ist. «Gott hat dem Vogel nicht die Möglichkeit gegeben, 20 oder 30 Gramm mehr mitzunehmen, das wäre ja Ballast. Nein. Es ist so genau kalkuliert, dass es gerade passt.» Durch den Gemeinschaftsflug spart er die Energie ein. Werner Gitt: «Woher weiss der Vogel das? Es kommt ja noch dazu, dass die Jungvögel das nicht von den alten Vögeln lernen, denn diese fliegen etwas später separat von Alaska los.»

Es geht nicht ohne Plan

Das bedeutet, dass sie vom ersten Flug an genau wissen, wo sie hin müssen. Sie müssen auch auf der Zielgeraden bleiben, «sie brauchen ein sehr präzises GPS-System, um auf Bogenminuten genau die Inseln zu treffen, sonst würden sie daneben fliegen und da gibt es 1'000 Kilometer weiter keine Inseln mehr. Schon beim ersten Flug braucht er also die Informationen, in welche Richtung er fliegen muss, dass er in Keilformation fliegen muss und dass er sich 70 Gramm Fett anfressen muss. Sonst packt er es nicht.»

Wenn das alles berücksichtigt wird, kommt man laut Werner Gitt zum Schluss: «Das kann nur ein weiser Schöpfer hervorbringen. Laut Evolution würden sie alle möglichen Richtungen zuerst probieren. Sie würden nicht genug Fett haben und es würde gar nichts funktionieren. Wenn man dieses Beispiel näher betrachtet, schliesst es eine Evolution vollständig aus. Es braucht von Anfang an eine vollständige Überlegung, einen Plan – es geht nicht ohne einen weisen Schöpfer, der das eingerichtet hat.»

Buch zum Thema:
Werner Gitt: Am Anfang war der Urknall?

Datum: 22.08.2013
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch

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