Warum Jeremy Rosado sich für Vaterrolle entschied
Jeremy Rosado wuchs in einer puerto-ricanischen Familie in New York auf. «Wir sind zu sechst. Es war laut, wunderschön und sehr latino-geprägt. Meine Eltern haben diesen Traum, den ich hatte, immer sehr unterstützt», erinnert sich Jeremy Rosado. Mit drei Jahren sagte er zu seinen Eltern: «Ich werde mein ganzes Leben lang singen.» Mit elf sagte er zu seinem Vater: «Ich werde bei American Idol sein.»
Heute kommentiert er: «Wenn ich darüber nachdenke, was Gott mir alles ermöglicht hat, ist das ziemlich unglaublich. Ich bin sehr dankbar, das tun zu dürfen.»
Vor fast dreizehn Jahren nahm er an «American Idol» teil und schaffte es bis in die Live-Shows. Nach der Show ging er ein paar Monate nach Nashville, um seinen Traum weiterzuverfolgen. Doch bald musste er sich entscheiden – ob er pausieren und in die Vaterrolle schlüpfen würde.
Vaterschaft statt Ruhm
«Ich entschied mich dafür, Vater zu werden, und übernahm die vollständige Vormundschaft für meine heutige Tochter, die biologisch meine Nichte ist», blickt Jeremy Rosado zurück.
«Ich war etwa 22 oder 23 Jahre alt, sie ungefähr elf. Das war nicht leicht. Den Traum der Musik für die Vaterschaft loszulassen, war in diesem Moment eine sehr schwere Entscheidung. Ich war gerade Teil der damals grössten Musik-TV-Show der Welt, und der Schwung war da. Auch wenn dieser Entscheid nicht einfach war, sie war es wert, und ich würde sie für mein Kind jederzeit wieder treffen. Gott hat versorgt und Wege geschaffen. Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich selbst in Schmerz und Tränen seine Treue und wie er uns getragen hat.»
Neues Selbstvertrauen bei «The Voice»
Mehrere Jahre später ging es weiter mit «The Voice». «Meine Tochter stand kurz vor dem Highschool-Abschluss, und das Timing hätte nicht besser sein können. Damals war es noch nicht üblich, sowohl bei American Idol als auch bei The Voice teilzunehmen. Heute ist das anders. Damals dachte ich: ‘Gott, es gibt keine Chance, dass sie mich nach American Idol in diese Show lassen.’ Und zugleich: ‘Wenn es nicht passiert, werde ich damit klarkommen. Hilf mir, dieses Gefühl loszulassen, diesen Traum ehrlich zu betrauern, damit ich weitergehen und etwas anderes tun kann, das in deinem Plan liegt – etwas, das meinem Leben und dem meiner Tochter dient und mich erfüllt.’»
Er hätte nie gedacht, dass er mehrere Jahre später bei The Voice sein würde, aber Gott hat weit mehr getan, als er sich je vorstellen konnte. «Als ich die E-Mail der Produzenten bekam, konnte ich es kaum glauben. Es schenkte mir neues Vertrauen in den Gott, dem ich diene, und in meine Fähigkeit, meinen Weg in dem Wissen zu gehen, dass er mit mir ist. Dieses Vertrauen wuchs während der Show immer weiter. Es fühlte sich an, als läge in jedem Raum, jeder Bühne bereits der Sieg.»
Ein Lied voller Hoffnung
Als entscheidend bezeichnet Jeremy Rosado ein Andachtsbuch, das er während The Voice, hinter der Bühne und im Alltag bei sich hatte. Dies machte ihm bewusst, dass er Gott braucht. «Die kurzen Texte halfen mir durch Zweifel und Wartezeiten. Sie erinnerten mich daran, dass Gott mit mir ist und mir vorausgeht. Nicht, weil ich der beste Sänger wäre, sondern weil ich wusste, dass Gott diese Gelegenheit nutzt.»
In der Zeit des Wartens gab es einige Menschen, die ihn getragen haben, wenn er es selbst nicht konnte. «Gott war die treibende Kraft darin. Mein bester Freund, meine Eltern, meine Tochter und mein Team: Sie erinnerten mich an das, wozu Gott mich berufen hat. ‘Hero in the Room’ ist mein Lebenslied, mein Therapie- und Heilungslied. Ich durfte der Held für meine Tochter sein, und es gab Momente, in denen sie der Held für mich war. Das ist ein wunderschönes Bild.»
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Datum: 02.02.2026
Autor:
Jesus Calling / Daniel Gerber
Quelle:
Jesus Calling / gekürzte Übersetzung: Livenet