Jen Lilley ermutigt, «aufzuwachen»
Leider fühlen sich manche Menschen festgefahren, geistlich stagniert und sie fragen sich, ob es im Glauben mehr gibt als in die Kirche zu gehen, hin und wieder glücklich zu sein oder Gebete unbeantwortet zu lassen.
Die Schauspielerin Jen Lilley ist der Ansicht, dass Christen einen lebendigen Glauben neu entfachen können, indem sie einfach eine engagiertere und intimere Beziehung zu Jesus führen – eine Beziehung, die in Wahrheit, Gehorsam und Freiheit verwurzelt ist: «Ich wünsche mir sehr, dass Menschen sich gesehen, wertgeschätzt, geliebt und erkannt fühlen», sagt Lilley, die ausserdem Co-Moderatorin des Podcasts «Into the Supernatural» ist.
«Geht hinaus und macht Jünger»
«Ich glaube, das ist es, was jeder einzelne Mensch will. Ich weiss, dass ich das will. Ich denke, so hat Gott uns geschaffen. Und deshalb ist das Allerwichtigste für mich, dass Nichtgläubige – wenn sie nach Wahrheit suchen und die grossen Fragen stellen – diese bei Jesus finden.»
Jüngst verfasste sie das Andachtsbuch «Wake Up Your Faith: 365 Daily Encounters with Jesus». «Ich hoffe, die Menschen sind genauso verrückt nach Jesus wie ich», erklärt Jen Lilley, die während zehn Jahren in der Seifenoper «Days of Our Lives» in 430 Episoden mitwirkte. «Ich hoffe, dass Menschen hinausgehen und für andere beten. Wenn du jemanden bei Walgreens (Anm. d. Red.: eine US-Apotheken-Kette) siehst, sei mutig. Ich möchte, dass in den Menschen ein Feuer entfacht wird, damit sie erkennen, dass es jetzt Zeit ist, dass die Ernte reif ist. Geht hinaus und macht Jünger.»
«Der Heilige Geist ist mein bester Freund»
«Der Heilige Geist ist mein bester Freund», sagte Jen Lilley bei früherer Gelegenheit. Sie rät: «Ladet den Heiligen Geist ein, euch zu lehren – denn das ist seine Aufgabe: Er ist ein Ratgeber, er ist ein Lehrer. Und wenn du ihn um Verständnis bittest, wird er es dir geben.»
Ihre Beziehung zu Gott begann, als sie gerade neun Jahre alt war. Ihre Eltern waren damals katholisch, hatten sich aber von ihrer Kirche entfremdet.
Auf der Suche nach Orientierung erfuhr ihre Mutter durch ihren Optiker von dessen evangelischer Kirche. In der Sonntagsschule hörte Jen Lilley die alttestamentliche Geschichte von Elia und der Witwe aus 1. Könige Kapitel 17 – ein tiefgreifender Moment: «Ich weiss noch genau, wo ich in meinem Elternhaus war, als ich sie gelesen habe. Ich ging immer in den Keller, setzte mich in diesen schwarzen Stuhl mit meinem kleinen Wachsmalstift, und jedes Mal, wenn ich eine Zeile las, habe ich sie markiert.»
Einst gegen Bulimie gekämpft
Als Jen Lilley bereits Christin war, kämpfte sie mit Bulimie, wie sie gegenüber «Jesus Calling» berichtete. «Sucht ist ein Kreislauf. Ich habe gebetet, dass ich davon frei werde. Und wenn ich den Leuten davon erzählte, sagten sie: 'Dann hör doch auf zu erbrechen.' Aber das war nicht so einfach.»
Sie spürte auch Ablehnung im Sinne von: «Wie kannst du Christin sein und trotzdem eine Sucht haben? Du bist keine richtige Christin.» Aber das sei nicht die Wahrheit, sagt Jen Lilley.
Schliesslich erzählte sie es ihrem Mann. «Er reagierte grossartig. Er sagte: ‘Es tut mir so leid. Ich hatte ja keine Ahnung. Wie lange geht das schon so und wie kann ich dir helfen?' Aber die Heilung kam nicht über Nacht.» Sie vertraute weiter auf Gott. «Jetzt bin ich seit etwa sieben Jahren auf der anderen Seite, Gott ist erstaunlich.»
Wer den Tag auf Jesus ausrichte, komme leichter durchs Leben. «Du wirst die Frucht des Geistes erfahren und so durchs Leben gehen, dass Gott wirklich der Urheber und Vollender deines Glaubens ist. Das heisst sicher nicht, dass es keine schwierigen Zeiten geben wird, aber es heisst, dass du auch in schwierigen Zeiten Frucht bringen wirst; das ist der Unterschied.»
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Datum: 30.01.2026
Autor:
Daniel Gerber
Quelle:
Jesus.ch / Christian Post / CBN / Jesus Calling