Nationaler Gebetstag 2019

«Der Bräutigam weint»

Rund 3'000 Christen aus allen Teilen der Schweiz waren beim Nationalen Gebetstag 2019 dabei. Im Geissenschachen in Brugg (AG) sangen und beteten die Teilnehmer, darunter auch eine beträchtliche Anzahl junger Menschen und Migranten. Gerade der jungen Generation gehörte ein besonderes Augenmerk.
Nationaler Gebetstag in Brugg
Besucher des Nationalen Gebetstages

Und plötzlich ging beim Nationalen Gebetstag 2019 buchstäblich die Luft raus: Während des Nachmittagsprogramms wurde der Luftstrom für die Hüpfburg unterbrochen, weil die zweite der beiden prophetischen Proklamationen auf alle Unter-30-Jährigen ausgerichtet war, womit gerade auch die Kids zum zweiten Mal an diesem Nachmittag – nach einer mitreissenden Darbietung von «Adonia» – im Zentrum standen. Und so scharten sich die Kinder, Teenager und jungen Erwachsenen vor der Bühne.

Dave Brander erklärte die Wichtigkeit des Aufbruchs der jungen Generation. Eindrücklich schilderte er dies anhand der Geschichte von Josia: «Er wurde im Alter von acht Jahren König.» Als Zwölfjähriger las er dann die Gesetze Gottes und erkannte, wie das Volk in den vorangegangenen Jahren komplett in die Irre geführt worden war. «Er zeriss seine Kleider. Denn sein Vater und Grossvater hatten fremden Götter Altäre gebaut und diese angebetet.» Josia führte das Volk zurück zu Gott.

Von guten Fahnenträgern wunderbar geborgen

Anschliessend folgte ein Marsch der jungen Generation zu einem der beiden auf dem Areal aufgestellten Kreuze. Voraus schritten Schofar-Bläser und Fahnenträger. Dann folgte die junge Generation, um sich vor das Kreuz zu begeben. Um sie herum bildeten die Fahnenträger einen Kreis, in welchem mehrere Gebete gesprochen wurden. Anschliessend beteten die Über-30-Jährigen individuell für die jungen Menschen.

Bereits zuvor, in der ersten prophetischen Proklamation, wurde für christliche Leiter gebetet, die einen vergleichbaren Marsch von vor der Bühne zum Kreuz vollzogen.

Schon im Vorfeld sprachen die Veranstalter von «Gebet für die Schweiz» von einem Generationentransfer, der auch im Programmheft zum Ausdruck kam: «Geistliche Väter und Mütter freuen sich, der Kinder- und Enkelgeneration den Segen Gottes weiterzugeben.»

Zudem sagte Hans-Peter Lang, Leiter von «Gebet für die Schweiz», nach der zweiten Proklamation, dass es wichtig sei, die Differenzen, die Anwesende miteinander haben, auszusöhnen, «sonst geht das Gebet nur bis zur Zimmerdecke».

«Was soll der Vater noch tun?»

Hans-Peter Lang erklärte bereits am Morgen, dass es wichtig sei, sich ganz auf Gott auszurichten. Er rief zur Busse auf, wo man anderen Dingen Raum gelassen hat. «Jesus zeigte uns in den vergangenen Wochen, dass er heute als Bräutigam vorgestellt werden will.» Anhand der früheren jüdischen Hochzeit zeigte er das Verhältnis von Braut und Bräutigam in der entsprechenden Kultur auf.

«In Europa sind 500 Millionen Menschen dabei, verloren zu gehen. Der Bräutigam weint.» Gott habe seinen einzigen Sohn geopfert. «Was soll der Vater noch tun?» Christen seien berufen, in der Ernte zu arbeiten.

Alarm: Ernte nicht reif

Hans-Peter Lang erinnerte an einen Traum, den ein zwölfjähriger Junge kürzlich hatte. «Er sass auf einem Mähdrescher und war auf dem Weg zu Ernte. In die Maschine integriert war ein Computer, der den Reifegrad und die Feuchtigkeit der Ernte mass. Er fuhr auf das erste Feld, doch schon nach drei Metern kam das Alarmzeichen: Die Ernte ist noch nicht reif.»

Von diesem Traum erzählte der Junge seinem Pastor und dieser berichtete anderen geistlichen Leitern davon. Beim Gebetstag wurde dazu aufgerufen, Jesus ins Zentrum zu stellen und nicht Programme und anderes.

Zu den Zielen des Gebetstages gehört – noch einmal sei das Programmheft zitiert –: «Die Versammlung der Beter aus der ganzen Schweiz am Wasserschloss der Schweiz öffnet den Himmel für geistliche Ströme des lebendigen Wortes für Europa.»

Zur Webseite:
Nationaler Gebetstag

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Datum: 02.08.2019
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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