Neue Studie in Australien

Mehr als eine Million besucht Kirche wöchentlich

Das kirchliche Leben in Australien entwickelte sich 2025 weiter
Eine neue Studie deutet darauf hin, dass sich die Besucherzahlen von Australiens Kirchen nach der COVID19-Pandemie erholen. 1,35 Millionen Australier besuchen wöchentlich die Kirche, was aber weiterhin unter dem Niveau zur Jahrtausendwende liegt.

Die Ergebnisse, die im Rahmen des erstmals durchgeführten «Church Pulse Check Panel» veröffentlicht wurden, bieten eine der bislang umfassendsten Momentaufnahmen der kirchlichen Beteiligung im ganzen Land.

Die Initiative baut auf jahrzehntelanger Forschung von «NCLS Research» auf, das Entwicklungen innerhalb des australischen Christentums verfolgt, um Kirchenleitern zu helfen, auf sich verändernde Muster von Glauben und Praxis zu reagieren.

«Der ‘Pulse Check 2025’ ermöglicht es uns, über anekdotische Evidenz hinauszugehen und einen fundierten, datenbasierten Bericht über die Gesundheit und Widerstandsfähigkeit unserer lokalen Kirchen vorzulegen», erklärte ein Sprecher des Projekts.

1'005 Kirchen befragt

Die Ergebnisse basieren auf einer landesweiten Umfrage unter 1’005 lokalen Kirchen, die im Oktober und November 2025 durchgeführt wurde und etwa zehn Prozent aller australischen Gemeinden aus mehreren Konfessionen repräsentiert.

Die Forscher nutzten eine Methodik, die als Block-Growth-Projektion bekannt ist, um nationale Zahlen zur wöchentlichen Teilnahme zu schätzen und so die Beteiligung im gesamten kirchlichen Umfeld zu bewerten.

Die Ergebnisse zeigen, dass schätzungsweise 1,35 Millionen Australier in einer durchschnittlichen Woche einen Gottesdienst besuchen. Dies unterstreicht die anhaltende Rolle lokaler Gemeinden im gemeinschaftlichen und geistlichen Leben trotz allgemeiner Trends zur Säkularisierung.

Erholung nach Pandemie

Im Vergleich zu historischen Daten zeigt der «Pulse Check 2025», dass die wöchentliche Teilnahme 89 Prozent des im Jahr 2001 verzeichneten Niveaus erreicht hat.

Dies spiegelt zwar eine erhebliche Erholung nach der Pandemie wider, verdeutlicht jedoch auch die Herausforderungen, vor denen Kirchen weiterhin stehen, wenn es darum geht, frühere Beteiligungsniveaus wieder zu erreichen.

Die Forscher erklärten, dass die verbleibende Lücke auf eine Übergangsphase hindeutet, in der Gemeinden ihre Arbeitsmodelle und Strategien zur Einbindung weiterentwickeln, während sie zugleich ihre theologischen und geistlichen Grundlagen bewahren wollen.

Aktuelle Studie als Startpunkt

Über die aktuellen Ergebnisse hinaus markiert die Erhebung 2025 den Start eines dauerhaften lokalen «Church Pulse Check Panel». Die Forscher betonten, dass die langfristige Beobachtung derselben Kirchen einen verlässlicheren wissenschaftlichen Ansatz zur Messung von Wachstum oder Rückgang darstellt als einzelne Umfragen.

Damit das Panel die vielfältige Kirchenlandschaft Australiens weiterhin repräsentiert, sei eine fortlaufende Zusammenarbeit mit konfessionellen Leitungen entscheidend, so die Organisatoren.

Während der Umfrage wurden Kirchenleiter eingeladen, an dem langfristigen Panel teilzunehmen, wobei bereits eine beträchtliche Zahl ihre Teilnahme zugesagt hat. In den kommenden Jahren sollen weitere Gemeinden aufgenommen werden, um eine breite konfessionelle und geografische Abdeckung sicherzustellen.

Daten sollen Gemeinden stärken

Die Daten sollen Pastoren, konfessionellen Leitern und lokalen Kirchen dabei helfen, neue Trends besser zu verstehen und zukünftige Gemeindearbeit effektiver zu planen.

Ein vollständiger Bericht zum «Church Pulse Check 2025» wird in den kommenden Wochen erwartet und soll weitere Analysen zur Glaubensbindung und zu Mustern des kirchlichen Lebens in Australien liefern.

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Datum: 08.01.2026
Autor: CDI / Daniel Gerber
Quelle: Christian Daily International / gekürzte Übersetzung: Livenet

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