Parlamentarier in Berlin

«Antisemitismus hat bei uns keinen Platz»

Vor dem Hintergrund der Einwanderung von Flüchtlingen aus muslimischen Ländern warnten deutsche Spitzenpolitiker, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, eindringlich vor der Gefahr des Antisemitismus in Deutschland.

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Angela Merkel
«Wer nach Deutschland kommt«, so der Bundestagspräsident Norbert Lammert, «wandert ins Grundgesetz ein». Lammert wies darauf hin, dass unter den Flüchtlingen, die aus dem Irak und Syrien nach Deutschland kommen, viele sind, die in dem Glauben gross geworden seien, das Übel ihrer Heimratregion gehe von Israel aus. «Mit dieser Tatsache müssen wir uns auseinandersetzen.»

Bundeskanzlerin Merkel: Sorgen sind legitim

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte Verständnis für die Sorgen des Zentralrats der Juden, dass mit den Menschen, die vor Krieg und Verfolgung aus dem Nahen Osten nach Deutschland fliehen, auch israel- und judenfeindliche Bilder nach Deutschland transportiert werden könnten. Diese Sorgen seien «völlig legitim».

«Jedem, der in Deutschland lebt, ob als Alteingesessener oder neu Hinzugekommener, muss klar sein, dass Antisemitismus und Vorurteile gegenüber anderen Menschen bei uns keinen Platz haben dürfen.» Der genaue Wortlaut von Merkels Rede ist hier zu finden.

Auf der Konferenz einigte man sich darauf, drei Arbeitskreise zu den Themen Hass im Internet, Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft und Antisemitismus im Sport (vor allem im Fussball) einzurichten.

Zum Thema:
Auszug aus Westeuropa: Die «Jewish Agency» spricht von einem Allzeithoch
Künstlicher Gegensatz: Haben die Christen den Antisemitismus verursacht?
«Deutlich aggressiverer Ton»: Antisemitismus in der Schweiz: mehr gravierende Vorfälle

Datum: 17.03.2016
Autor: Norbert Abt
Quelle: Livenet

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