«Gott wirkt»

El Salvadors Präsident spricht von «Wunder mit Beweisen»

Nayib Bukele
Der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele, der aus einer palästinensisch-christlichen Familie stammt, sagte, dass der Wandel, den das Land derzeit erlebt, eine spirituelle Grundlage habe. Er schreibt den Wandel Gott zu.

In einer kürzlich auf seinem Instagram-Konto geteilten Botschaft erklärte er, dass die Veränderung der Nation nicht allein durch politische Entscheidungen erklärt werden könne, sondern durch das Wirken Gottes und den Glauben des salvadorianischen Volkes. «Gott wirkt, wenn er im Glauben darum gebeten wird», schrieb er.

Nayib Bukele sagte, El Salvador habe sich von einem der gewalttätigsten Länder der Welt zu einem mit historisch niedrigen Mordraten entwickelt. Seiner Ansicht nach sei dieser Wandel erfolgt, weil sich die Bevölkerung dafür entschieden habe, Angst, Unsicherheit und Krise mit Gebet und Vertrauen in Gott zu begegnen.

Für den Präsidenten wurde das, was viele einst für unmöglich hielten, zur Realität, als das Land den Glauben an erste Stelle setzte.

«Wunder mit Beweisen»

Während seiner Amtszeit setzte die Regierung einen Ausnahmezustand um, der ein direktes Vorgehen gegen kriminelle Banden ermöglichte. Diese Massnahmen reduzierten die Strassenkriminalität erheblich und stellten in vielen Gemeinden ein Gefühl der Sicherheit wieder her.

Nayib Bukele brachte diese Ergebnisse mit dem in Verbindung, was er als ein «Wunder mit Beweisen» bezeichnete – ein Ausdruck, den er verwendete, um den Wandel der Nation zu charakterisieren.

Der Präsident hat zudem wiederholt Botschaften über die Bedeutung des Gebets und der Abhängigkeit von Gott im öffentlichen Leben geteilt. In sozialen Medien und bei offiziellen Veranstaltungen betonte er, dass der Glaube eine zentrale Rolle bei Entscheidungen und bei der Gestaltung der Zukunft des Landes spiele.

Kontroverse und starke Unterstützung im Volk

Bukeles Aussagen haben sowohl Unterstützung als auch Kritik hervorgerufen. Christliche Gruppen begrüssten ein Staatsoberhaupt, das Gott öffentlich anerkennt und den Glauben als treibende Kraft für gesellschaftlichen Wandel hervorhebt.

Menschenrechtsorganisationen hingegen kritisierten den Ausnahmezustand und warnten vor willkürlichen Inhaftierungen und unrechtmässigen Haftbedingungen, während die Regierung ihre Sicherheitspolitik weiterhin verteidigt. Trotz der Kontroversen geniesst der Präsident weiterhin starke Unterstützung in der Bevölkerung.

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Datum: 12.02.2026
Autor: Lizzie Sotola / Daniel Gerber
Quelle: Christian Daily International / Übersetzung: Livenet

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