Bauen in Bethlehem

Christen und Muslime renovieren gemeinsam Kirche

Palästinensische Christen und Muslime restaurieren gemeinsam in Bethlehem jene Kirche, an deren Standort einst Maria Jesus zur Welt brachte. Die erste Bauetappe an der Geburtskirche ist abgeschlossen.

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Geburtskirche in Bethlehem
«Erstmals sieht man nun die prächtigen Mosaike, sie sind weltweit einmalig», sagt Ziad al-Bandak, der das palästinensische Renovations-Komitee leitet. Bevor die Arbeiten begonnen hatten, war das Dach sanierungsbedürftig. Lecke hatten an den Mosaiken und Gemälden beträchtlichen Schaden angerichtet. Nun sind die Kunstwerke restauriert und erstrahlen in ihrer früheren Schönheit. An den Sanierungsarbeiten wirken sowohl Christen wie auch Muslime mit.

Lange blickte die katholische, die griechisch-orthodoxe und die armenische Kirche, welche alle drei für das Gebäude verantwortlich sind, auf eine angespannte Lage. Diskussionspunkt war unter anderem, wer für die Sanierung bezahlt. Schon im Jahr 1461 schrieb ein Besucher, dass das rund tausend Jahre früher errichtete Gebälk zu verrotten beginnt und das Gebäude zur Ruine wird.

2013 entschied sich schliesslich die Stadtverwaltung, mit den Gaben von internationalen Geldgebern das Gebäude zu sanieren – begleitet vom Wunsch, dass die Kirche ins Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen wird. Acht Millionen sind mittlerweile zusammengekommen. Erstmals seit rund tausend Jahren wurden laut «Associated Press» die Mosaike wiederhergestellt. Bis das Bauwerk komplett saniert ist, dürften weitere drei Jahre verstreichen.

Zum Thema:
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Datum: 21.02.2016
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Christian Today

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