Wunder der Schöpfung

Anspruchsvolle Bienen-Flugmanöver enträtselt

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Je näher die Biene dem Ziel kommt, desto langsamer fliegt sie. Wissenschaftler entschlüsselten das System des Insekts. Nun prüfen die Forscher, ob dies auch in der Flugtechnik zum Einsatz kommen kann.

Die Biene fliegt auf die Blüte zu, wird vor dem Ziel immer langsamer und landet sanft und punktgenau. Der Frage, wie das Tierchen dieses anspruchsvolle Flugmanöver durchführt, ging ein internationales Team von Wissenschaftlern nach. Ihre Ergebnisse: Das Insekt nutzt die optische Vergrößerung des Ziels beim Anflug als Anhaltspunkt.

Dieses ebenso überraschend einfache und zugleich effektive System könnte auch fliegenden Robotern oder Raumfahrzeugen eine sanfte Landung ermöglichen, berichten die Forscher laut Webseite «wissenschaft.de».

Bisher war unklar, nach welchen Kriterien die Biene ihre Geschwindigkeit beim Landeanflug anpasst. Nun bemerkten die Wissenschaftler um Emily Baird von der schwedischen Lund Universität, dass das Insekt seine Geschwindigkeit in Abhängigkeit von der optischen Ausdehnung des Blickfeldes bei Annäherung an das Ziel anpasst.

Test nun auch bei Fluggeräten

Nähert sich die Biene mit gleichbleibender Geschwindigkeit der Blüte, erweitert sich das Sichtfeld zusehends schneller. Wird das Tempo verlangsamt, bleibt die Expansionsrate des Bildes konstant und das Ziel wird fast im Stillstand erreicht, erklärt «wissenschaft.de». Die Wissenschaftler wiesen dieses System bei der Biene dank optischen Täuschungen nach. Meinten die Bienen, sie seien bereits nahe, drosselten sie das Tempo schon weit vor dem Ziel. Und wenn sie dachten, sie seien noch weit entfernt, rasselten sie zu schnell in die Futterquelle.

Möglich sei, dass noch weitere Insekten und Vögel mit dem gleichen System unterwegs sind.

Emily Baird hält fest, dass bei Fluggeräten teure Ausrüstung eingespart werden kann, da für dieses neu entdeckte Bienen-System eine einfach Bilderfassung und Datenverarbeitung reicht. Mit kleinen Fluggeräten soll das nun getestet werden.

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Datum: 10.12.2013
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch

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