Jordanien will mehr christliche Pilgerreisen
Das Treffen erfolgte im Zuge der Vorbereitungen Jordaniens auf bedeutende 2000-Jahr-Gedenkfeiern im Zusammenhang mit zentralen Ereignissen der christlichen Geschichte.
Das Treffen in der Hauptstadt Amman konzentrierte sich auf die Zusammenarbeit mit globalen evangelikalen Organisationen zur Förderung des religiösen Tourismus, insbesondere im Vorfeld des 2000-jährigen Jubiläums der Taufe Jesu Christi im Jahr 2030.
In den vergangenen Monaten hat Jordanien die Vorbereitungen an wichtigen christlichen Stätten, darunter Bethanien jenseits des Jordan, beschleunigt.
«Reich an Ideen»
Zur Delegation gehörten der Generalsekretär der «Weltweiten Evangelischen Allianz» (WEA), Pastor Botrus Mansour, Pfarrer Nabeeh Abbasi, Botschafter der «World Baptist Alliance für den Nahen Osten», sowie Pfarrer Jack Sara, Präsident des «Bethlehem Bible College».
Botrus Mansour begrüsste die Möglichkeit zur Zusammenarbeit und erklärte gegenüber «Christian Daily International», das Treffen sei «reich an Ideen und von herzlicher Atmosphäre geprägt» gewesen.
Es habe den Weg für eine künftige Kooperation geöffnet, einschliesslich der Möglichkeit grosser evangelikaler Delegationen, Jordanien zu besuchen, sowie von Projekten und Investitionen im Bereich des christlichen Tourismus.
Jordanien mit grossem Potenzial
Der Generalsekretär der WEA, der in Nazareth in Israel lebt, sagte, er besuche Jordanien häufig und sei bestrebt, die Beziehungen zwischen der globalen evangelikalen Gemeinschaft und dem haschemitischen Königreich zu vertiefen, insbesondere im Tourismussektor. «Ich bin Palästinenser aus Nazareth, und für mich ist Amman wie Ramallah, nur in grösserem Massstab», sagte er.
Abbasi, der zudem Leiter der Baptistenkonvention in Jordanien ist, erklärte gegenüber Christian Daily International, er sei von der Offenheit während des Treffens ermutigt worden. Die Bedeutung Jordaniens in der christlichen Geschichte, kombiniert mit dem Engagement auf Regierungsebene, biete grosses Potenzial für eine Zusammenarbeit im Vorfeld der Gedenkfeiern im Jahr 2030.
«Beeindruckt vom Empfang»
«Wir haben konkrete Möglichkeiten für gemeinsame Projekte, Konferenzen und organisierte Pilgerreisen besprochen», sagte Abbasi und fügte hinzu, dass solche Initiativen nicht nur zum glaubensbasierten Tourismus, sondern auch zum kulturellen Austausch und zur nachhaltigen Entwicklung beitragen könnten.
Sara, der zugleich Generalsekretär des Nahost- und Nordafrika-Abteilung der «World Evangelical Alliance» ist, sagte gegenüber Christian Daily International, das Treffen habe eine echte Offenheit für eine weitergehende Zusammenarbeit widergespiegelt. «Ich war beeindruckt von dem Empfang, den wir erhalten haben, und freue mich auf eine Zusammenarbeit mit Jordanien in verschiedenen Bereichen, um das Bewusstsein für Evangelikale zu stärken.»
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Datum: 27.01.2026
Autor:
Daoud Kuttab / Daniel Gerber
Quelle:
Christian Daily International / gekürzte Übersetzung: Livenet