Echte Identität gefunden

Von der Dunkelheit ins Licht

Charlene Humphreys
In Trauma, Sucht und tiefer spiritueller Verwirrung hineingeboren, begann das Leben von Charlene Humphrey geprägt von Schmerz, Verlust und einer unermüdlichen Suche nach Identität, Liebe und Zugehörigkeit …

«Ich wurde 1988 in ein Leben hineingeboren, das bereits von Kampf geprägt war. Meine Mutter war drogenabhängig, verstrickt in kriminelle Kreisläufe und im Ringen mit ihren eigenen inneren Dämonen», erinnert sich die Engländerin Charlene Humphrey. «Ich stamme aus einer Familienlinie, die von generationenübergreifender Hexerei geprägt war, und schon in sehr jungen Jahren verspürte ich eine tiefe Faszination für die geistliche Welt. Bereits als Kind suchte ich nach Sinn, Identität und Zugehörigkeit, auch wenn ich noch nicht wusste, wo ich sie finden konnte.»

Mit fünf Jahren war sie schwerem sexuellen, körperlichen und emotionalen Missbrauch ausgesetzt. «Das hinterliess tiefe Narben – emotional wie körperlich – und bei mir wurde später Fibromyalgie diagnostiziert, die mit den langfristigen Auswirkungen dieses Traumas in Verbindung steht. Meine Kindheit war nicht von Sicherheit oder Schutz geprägt, doch mitten im Chaos erlebte ich Liebe durch meine Grosseltern.»

Schüchtern, verschlossen, unsicher

Sie lebte bei ihren Grosseltern, «die ihr Stabilität, Beständigkeit und bedingungslose Liebe schenkten. Diese Jahre gehören zu den kostbarsten Erinnerungen meines Lebens, und ich bewahre sie tief in meinem Herzen. Leider begann sich das erlebte Trauma mit zunehmendem Alter in meinem Verhalten zu zeigen.» Dies wurde zu viel für ihre Grosseltern.

Als gemischt­-ethnisches Kind erlebte Charlene Humphrey schwere rassistische Mobbing-Erfahrungen aufgrund ihrer Hautfarbe. «Durch diese ständige Ablehnung fühlte ich mich unerwünscht und unsichtbar und entfremdete mich von der Person, als die ich geschaffen wurde. Ich konnte meine Identität nicht annehmen und zog mich stattdessen immer mehr zurück – ich wurde schüchtern, verschlossen und unsicher.»

An den falschen Orten gesucht

Als sie schliesslich das Kinderheim verliess, «nahm mein Leben eine noch dunklere Wendung. Ich stieg in die Sexindustrie ein und wurde aus Überlebensgründen in kriminelle Aktivitäten verwickelt. Ich suchte nach Liebe, Bestätigung und Annahme an den falschen Orten. Alkohol und Drogen wurden mein Ausweg aus der Realität, und ich geriet in missbräuchliche Beziehungen.»

Eine der herzzerreissendsten Erfahrungen ihres Lebens war, dass man ihr ihre Kinder wegnahm. «Der Schmerz dieses Verlustes ist unbeschreiblich. Ich liebe meine Kinder zutiefst und werde immer Trauer darüber empfinden, dass ich in dieser Phase meines Lebens nicht die Mutter sein konnte, die sie verdient hätten.»

Immer tiefer in die Dunkelheit

In dieser Zeit wandte sie sich intensiv der Hexerei zu, darunter Tarotkartenlegen, Kristalle, Reiki-Heilung und Chakra-Praktiken. «Ich stand kurz davor, einem Hexenzirkel beizutreten. Obwohl ich glaubte, Heilung und Erleuchtung zu suchen, bewegte ich mich immer tiefer in die Dunkelheit.»

Alles änderte sich während eines Krankenhausaufenthalts, als sie von überwältigender Panik erfasst wurde und glaubte, sterben zu müssen. «Als ich mich zurück auf das Bett sinken liess, hatte ich das Gefühl, mein Geist verlasse meinen Körper. Zunächst war da nur Dunkelheit. Dann sah ich ein Licht, und als ich mich darauf zubewegte, hörte ich eine Stimme sagen: ‘Folge mir.’ Ich wusste, dass es Gottes Stimme war, und als ich hinunterblickte, sah ich meinen physischen Körper auf dem Bett liegen.»

Ein neuer Weg beginnt

Nach dieser Begegnung sagte sie sich vom Okkulten los und traf die wichtigste Entscheidung ihres Lebens: «Ich gab mein Leben Jesus Christus und liess mich taufen. Von diesem Moment an begann sich alles zu verändern. Vor Christus war ich verloren, zerbrochen, abhängig und von Dunkelheit erfüllt. Seit ich mein Leben Jesus gegeben habe, hat Gott meine psychische und körperliche Gesundheit wiederhergestellt, und ich bin nicht länger von Substanzen abhängig.»

Gott stellte ihre Beziehung zu ihrer Grossmutter und zu ihren Kindern wieder her. «Jetzt kann ich erkennen, dass Gottes Hand schon lange auf meinem Leben lag, bevor ich ihn wahrnahm.»

«Niemand ist zu zerbrochen für Gott»

Charlene Humphrey betont: «Ich möchte, dass andere wissen: Niemand ist zu verloren oder zu zerbrochen für Gott. Es gibt keine Situation, die er nicht erlösen kann. Was der Satan zum Schaden bestimmt hat, wird Gott zum Guten wenden. Gottes Liebe ist bedingungslos. Unsere Vergangenheit definiert uns nicht – wir sind gerecht aufgrund dessen, was Jesus am Kreuz getan hat.»

Und weiter: «Wenn wir unsere Identität in Christus verankern, gehen wir in Autorität, Freiheit und Bestimmung. Gott hat mich durch das Feuer geführt und mir Schönheit statt Asche gegeben. Dasselbe wird er für jeden tun, der bereit ist, sein Herz für ihn zu öffnen.»

Zum Thema:
Den Glauben entdecken
Shanea Strachen: Der Name Jesus hat Macht über das Okkulte 
Suche führte in Dunkelheit: «Meine Seele wurde aus meinem Körper gesogen» 

Datum: 27.02.2026
Autor: Charlene Humphrey / Daniel Gerber
Quelle: Woman Alive / gekürzte Übersetzung: Jesus.ch

Werbung
Livenet Service
Werbung