Warten auf den Traumprinzen

«Gott weiss, was wir brauchen»

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«Lange und intensive Gebetszeiten verbrachte ich damit, Gott zu bitten, er möge mir die reine Haut der Clearasil-Schauspieler geben und dafür sorgen, dass Mathe endlich als Pflichtfach abgeschafft wird. Da Gott beides leider nicht wahr werden liess, kann es in dieser Geschichte auch nicht darum gehen. Es soll um etwas Grösseres, Andauernderes und Wichtigeres gehen: um die Liebe. Um den Einen. Es ist eine Geschichte über Vertrauen und Gottes Gnade.»

Wolke 7 rauf und runter

«Bereits mit 12 Jahren musste ich die bittere Erfahrung machen, dass auf die scheinbar grosse Liebe ziemlich plötzlich die grosse Einsamkeit und Traurigkeit folgen kann. Ich konnte die Intensität dieser Gefühle nicht ertragen und suchte mir also einen neuen Jungen. Und wieder einen Neuen, wieder den Alten, wieder einen Neuen und so weiter.

Immer setzte ich alles auf eine Karte: mein Herz. Und immer wieder verlor ich ein Stückchen davon. Am Ende war ich leer, verletzt und wieder allein. So konnte es nicht weitergehen. Der nächste Freund sollte mein zukünftiger Mann sein, der einzige für mich bestimmte Partner.

Die Wunschliste

Ich bat Gott darum, mich mit Weisheit zu segnen, dass ich meinen Traumprinzen im richtigen Moment erkenne, und hoffte darauf, dass er mir bis dahin eine Menge Geduld schenkt. Und darum, dass er Christ ist, noch dazu hübsch, ausgeflippt, talentiert und klug ... Ach ja, und aus einem intakten Umfeld sollte er sein, das wäre auch noch gut.

Ich würde also auf den Richtigen warten. Ganz schön verwegen, muss ich im Nachhinein zugeben, schliesslich war ich erst 13 damals. Und ich hatte keine Ahnung, ob dieses «auf den Richtigen warten» zehn Monate oder zehn Jahre dauern würde. Oder ob Gott mich gar für die Ehelosigkeit vorgesehen hatte?

Alles auf eine Karte – auf Gott

Jedenfalls gab ich schliesslich auf, die Liebe auf eigene Faust zu suchen und vertraute Gott die Führung in dieser Sache an. Das war der entscheidende Schritt. Denn: Gott will das Beste für dich.

Der Prinz im Froschkostüm

Das Beste für mich: Chris. Noch in der peinlichen Ich-trage-Badeslips-und-rasiere-meinen-Flaumbart-nicht-Phase war er ehrlich gesagt für mich nicht gleich als Traumprinz zu erkennen. Wohingegen er mich sofort als leibhaftige Erfüllung seiner Träume identifizierte. Zugegebenermassen war ich auch ein echter Hauptgewinn.

Okay, zurück zum Thema: Über ein Jahr lang – für uns, die wir gerade in der Sturm und Drang-Phase unseres Lebens steckten, eine bemerkenswert lange Zeit –, lernten wir uns kennen. Immer wieder betete ich, Gott möge mir Gewissheit schenken, ob ich es wagen sollte, mich wieder auf einen Jungen einzulassen. Ob er der Richtige sei. Ob ich überhaupt verliebt war. Als mein Zögern für uns beide unerträglich zermürbend wurde, beschlossen wir, uns eine Weile nicht mehr zu sehen, damit jeder für sich und ganz in Ruhe über seine Gefühle klar werden konnte.

Und in einem Moment spontaner Jugendlicher Erkenntnisgewinnung fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen: Er war Christ ... und hübsch ... und ausgeflippt ... und talentiert und ... auf einmal wusste ich es: Er war der Richtige. Ich war verliebt. Als wir uns schliesslich wiedersahen und uns das erste Mal küssten, war das wunderbar. Nicht zuletzt auch deshalb, weil er begonnen hatte, sich zu rasieren. Ich war damals 15, Chris 14.

Gott hört Gebet

Das ist jetzt zehn Jahre her. Chris und ich haben inzwischen geheiratet. Nächste Woche bekommen wir unser erstes Baby. Nur, für reine Haut bete ich immer noch.»

Teresa Voigt ist 25, von Beruf Logopädin und wohnt im sächsischen Burkhardtsdorf.

Buch zum Thema:
«Das Gebet um meinen Traumprinzen» – Aus dem Buch «Chillen mit Jesus. Wahre Storys für Teens»


Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Buch «Chillen mit Jesus»

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