«Seeds of Hope»

Junge Pflanze der Hoffnung in ältester Stadt der Welt

Einst kämpfte Tass Saada an der Seite von Jassir Arafat gegen Israel. Doch Gott veränderte sein Herz. Heute pflanzt er gemeinsam mit Salim (Name geändert) Samen der Hoffnung in die Herzen von Kindern in Jericho und Jerusalem. In diesen Tagen sind sie auf Schweizer Tournee und berichten von ihrer Arbeit im Nahen Osten.

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Tass Saada und Salim von «Seeds of Hope»
«Die älteste Stadt der Welt», diese Bezeichnung gibt sich die biblische Stadt Jericho, die auf eine bewegte Geschichte zurückblickt. Das humanitäre Werk «Seeds of Hope» engagiert sich dafür, wonach sich die ganze Region sehnt: Frieden und Liebe. Hoffnung pflanzt das Werk beispielsweise mit Englischunterricht in die Herzen der Kinder.

«Hoffnung für eine Welt in Schmerzen»

Das positive Vorangehen bringt Früchte, über welche Tass Saada und «Seeds of Hope»-Mitarbeiter Salim gegenwärtig auf einer Tour durch die Schweiz berichten, welche sie mit der international tätigen Hilfsorganisation «HMK Hilfe für Mensch und Kirche» gestalten. Der Nahost-Projektleiter der HMK baute vor über zehn Jahren die Projekte vor Ort zusammen mit Tass Saada auf.

«Hope for a hurting World» («Hoffnung für eine Welt in Schmerzen») lautet der Leitsatz von «Seeds of Hope». «Seeds of Hope» versöhnt die verschiedenen Generationen und Gesellschaftsschichten miteinander. Die Kinder lernen bereits vor der Einschulung Englisch und können sich dadurch auch mit Menschen von der anderen Seite unterhalten.

Hilfe für Menschen mit Behinderungen

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Tass Saada
Unterstützt werden auch Menschen mit Behinderungen, um die sich sonst niemand kümmert, für die normalerweise auch keine Hilfsmittel vorhanden sind und die für die Familie oft eine Belastung darstellen. «Die Eltern kommen und bitten uns um Hilfe», sagt Salim. «Niemand anderes tut das, was wir tun.»

Das erlebte Tass Saada einst selbst. Als Widerstandskämpfer griff er Israel während mehreren Jahren an der Seite von Jassir Arafat an. Er war Scharfschütze und führte Kommando-Aktionen durch (Livenet berichtete). «Später erinnerte ich mich an die betenden Hände meiner Nanny aus den Philippinen. Mit ihren Gebeten bewässerte sie die früher gesetzten Samen.»

Mit der Saat der Hoffnung seines Werks will er erreichen, dass die jüngste Generation von Arabern und Juden Frieden finden.

Schwierigstes Alter: Teenagerjahre

«Wir wollen Menschen berühren», sagt Mitarbeiter Salim. «Sie sehen die Früchte und wir erreichen auch ihre Eltern und Familien. Wir sind in Jericho gut eingebettet, bei Veranstaltungen von uns spricht auch mal der Bürgermeister.»

«Es ist ersichtlich, dass Menschenherzen verändert werden.» Liebe statt Hass in die Herzen der Menschen zu säen ist nachhaltig. «Sie wollen Teil davon werden, da bleibt etwas hängen.» Das schwierigste Alter seien die Teenagerjahre. «Wir versuchen auch da dranzubleiben, unter anderem mit einem Basketball- und einem Fussballteam», sagt Salim. Und Tass Saada ergänzt: «Die Menschen suchen oft nach dem Negativen, aber wir wollen etwas Gutes bewirken und die Liebe zeigen, die wir haben. Gott nutzte unsere schlechte Vergangenheit, um heute das Gute tun zu können. Was wir tun, trägt zur Versöhnung bei in Jericho, in den palästinensischen Gebieten und in Israel. Für Araber und Juden ist es vital, Frieden in diesem Teil der Welt zu sehen.»

Vom Saulus zum Salim

Salim stammt aus einem orthodoxen Elternhaus, in früheren Jahren trieb er sich jedoch im Nachtleben der Stadt herum und lernte auch Leute aus entsprechenden Kreisen kennen.

Im Laufe der Jahre lernte er Tass und sein Werk kennen. Dieses inspirierte ihn dazu, sein Leben zu verändern. Er wurde – um das biblische Bild zu zitieren – vom Saulus zum Salim und begann, sich in die Zukunft der Jugend der Stadt Jericho zu investieren, ebenso in die Armen, Bedürftigen und in Menschen mit Behinderungen, um ihre Umstände zu verbessern und ihnen Hoffnung und Perspektive für die Zukunft zu bieten.

Zur Webseite:
Seeds of Hope

Zur Webseite:
HMK Hilfe für Mensch und Kirche

Hier ein Video der HMK mit Salim:

Zum Thema:
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Datum: 28.05.2018
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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