Elements of Rock 2022

Nach drei Jahren endlich wieder live

Das christliche Festival «Elements of Rock» wurde über das Wochenende erstmals seit dem Corona-Ausbruch wieder durchgeführt. Im Stadthofsaal in Uster luden sechs Bands aus der Schweiz zu einem ausgedehnten Konzertabend.
Elements of Rock 2022

Die Organisatoren des Elements of Rock leisteten Pionierarbeit: Als erstes langjähriges, grosses christliches Schweizer Musik-Festival konnte das EOR über das Wochenende wieder durchgeführt und somit nach einem pulsierenden Abend mit sechs Live-Auftritten in die Geschichtsbücher der christlichen Musikszene eingetragen werden.

«Es war etwas Besonderes», freut sich Organisator Mike Hauser. «Am Samstagmorgen kamen wir in den Stadthofsaal hinein. Alles war vertraut.» Und dennoch hatte die Abwesenheit lange gedauert. «Drei Jahre lang hatten wir gearbeitet, stets in der Hoffnung, dass es im nächsten Jahr funktioniert. Wir brauchten einen langen Atem. Wir hatten viel dafür gearbeitet und nichts davon gehabt.» Denn 2020 erfolgte der kurzfristige Ausfall und 2021 erfolgte die erneute Verschiebung.

Aufgrund der Pandemie-Situation dauerte die EOR-lose Zeit nun drei Jahre: Die letzte Ausgabe erfolgte im Frühjahr 2019 und nun, im Jahr 2022, konnte die jüngste Edition durchgeführt werden.

Über 200 Besucher

Zunächst wurde im Vorfeld noch mit 2G+ geplant, letztlich war dies aber nicht mehr nötig. Über 200 zahlende Gäste erschienen. «Die Stimmung war gut, es waren keine Bands, die vor 20 Leuten spielen mussten.» Wieder vor Ort Live-Metal zu hören und all die Leute aus der Szene zu sehen, war für die Besucher ein schöner Schritt in die Normalität.

Oft treten am EOR an zwei Konzertabenden Bands aus mehreren Nationen auf. In diesem Jahr wurde das Festival als eintägiger Anlass mit Schweizer Gruppen durchgeführt. «Wir hätten noch zwei Tage vorher die Notbremse ziehen können ohne grosse Einbussen, da keine Flüge und keine Übernachtungsmöglichkeiten gebucht werden mussten», bilanziert Mike Hauser. Somit wären bei neuen Corona-Regelungen keine Probleme entstanden.

«Herzen schlugen zwei Meter höher»

Die Auftritte wussten zu gefallen, die sechs Gruppen sorgten für einen starken, mitreissenden Abend. So etwa die Band «Morgarten» aus der Westschweiz, die 2005 in Neuchâtel gegründet wurde und in etlichen europäischen Ländern aufgetreten ist – nun zeigte die Formation einen starken Auftritt in Uster.

Eröffnet wurde der Abend durch «Elcano», einer Gruppe aus Wangen bei Olten. Schlagzeuger Marc spricht von einer «Mega-Ehre». «Als das Keyboard-Intro startete, schlug jedes Herz zwei Meter höher.» Im Zentrum des musikalischen Schaffens steht der mittelalterliche Seefahrer Elcano und dessen Weltumsegelung. Die Band, die mehrere christliche Mitglieder zählt, hat beispielsweise ein Ruder auf der Bühne stehen. «Wir gehen mit einem grossen Lächeln heim», sagte Marc nach dem Gespräch mit Livenet am EOR.

«Glaube es erst, wenn es vorbei ist»

Das EOR in dieser Konstellation war überdies eine Chance für die Schweizerbands. Diese machten in den letzten Jahren grosse Fortschritte.

Mike Hauser spricht von einem Erfolg, auch wenn es diesmal «nur» ein Abend war. «Ich dachte im Vorfeld, dass ich es erst daran glaube, wenn es über die Bühne gegangen ist. Es hätte sein können, dass ein, zwei Bands oder die Hälfte der Helfer wegen Corona hätten absagen müssen.» Doch es erfolgten keine kurzfristigen Absenzen.

Nun ist die jüngste Ausgabe also Geschichte. «Das ist ein Erfolgserlebnis und macht Hoffnung und Mut für nächstes Jahr.» Geplant ist, dass das nächste EOR vom 17. bis 19. März 2023 durchgeführt wird.

Zur Webseite:
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Datum: 24.03.2022
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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