Freispruch auf Malta

«Es sollte eine Warnung für die Welt sein»

Matthew Grech wurde auf Malta freigesprochen
«Christen sollten frei sein, ihre Zeugnisse zu teilen, zu erzählen, was Gott in ihrem Leben getan hat und ihre Ansichten zu Sexualität und Geschlecht zu äussern», sagte Matthew Grech vor Gericht.

Sie sollten weiter das Wort Gottes frei verkünden können, ohne Einschüchterung, Angst oder Mobbing, so Matthew Grech vor Gericht. Und weiter: «Die maltesischen Gerichte haben sich für die Meinungsfreiheit und für die Religionsfreiheit entschieden, und wir sind wirklich dankbar, dass wir endlich in eine Zukunft blicken können, in der eine gesunde Diskussion und eine gesunde Debatte über Sexualität und Geschlecht wiederhergestellt werden kann.»

Grech war wegen Aussagen angeklagt worden, die er 2022 in einem Interview mit «PMnews», einer Medienplattform für freie Meinungsäusserung in Malta, gemacht hatte. Darin sprach er über seine Erfahrung, die Homosexualität hinter sich zu lassen, und über die Wirksamkeit von Therapie bei unerwünschter gleichgeschlechtlicher Anziehung. Matthew Grech betonte damals: «Die Wahrheit ist: Transformation, Veränderung ist real, sie ist möglich, und es ist Zeit, die Diskussion wieder auf den Tisch zu bringen.»

Fünf Monate Haft drohten

Grech, der sich kürzlich verlobt hat, stand im darauffolgenden Jahr erstmals vor Gericht und musste mit bis zu fünf Monaten Gefängnis sowie einer Geldstrafe von bis zu 5’000 Euro rechnen.

Die Schlussplädoyers wurden im Februar 2025 gehört. Das Urteil hätte noch vor Ende des Jahres 2025 fallen sollen, wurde jedoch mehrfach verschoben. Grech erschien Ende Februar dieses Jahres erneut vor Gericht, um das Urteil zu erfahren, nur um festzustellen, dass die Anhörung noch einmal (diesmal auf den 4. März) verschoben worden war.

«Nicht schuldig!»

Roger Kiska, Andrea Minichiello Williams, Matthew Grech und Mike Davidson vor dem Gerichtsgebäude

Nun wurde er für nicht schuldig erklärt. «Es ist ein Sieg! Danke dir, Jesus!», schrieb er in einem Update auf Instagram. «Jetzt fordere ich die maltesische Regierung und die Europäische Kommission auf, das Gesetz bezüglich ‘Konversionspraktiken’ aufzuheben. Es ist schlicht eine Waffe in den Händen von Aktivisten – und es muss abgeschafft werden.»

In einer weiteren Erklärung nach dem Urteil sagte Grech, er hätte niemals strafrechtlich verfolgt werden dürfen und «das Gesetz darf niemals als Waffe eingesetzt werden, um rechtmässiges christliches Zeugnis zum Schweigen zu bringen. Es hat die Gefahr unklar formulierter Strafgesetze aufgezeigt, die beliebig ausgelegt und angewendet werden können. Wenn Gesetze unklar sind, werden sie zu Werkzeugen – und Werkzeuge in den falschen Händen können zu Waffen werden.»

Prozess wurde zur Strafe

«In den vergangenen drei Jahren wurde der Prozess selbst zur Strafe. Ich musste emotionalen Stress, Rufschädigung, finanzielle Kosten und ständige Unsicherheit ertragen. Niemand sollte unter der Last strafrechtlicher Anklagen leben müssen, nur weil er sein Recht auf freie Meinungsäusserung ausübt.»

Die heutige Entscheidung sei nicht nur eine persönliche Rehabilitierung, sondern auch eine Bestätigung eines grundlegenden Prinzips: Über die eigene Lebenserfahrung zu sprechen – einschliesslich der verwandelnden Kraft Christi – ist kein Verbrechen. Dass dies in Malta geschieht, mit Unterstützung des breiteren europäischen politischen Netzwerks, sollte eine Warnung für die Welt sein.»

«Konversionstherapie» seit 2016 verboten

Die sogenannte Konversionstherapie ist in Malta seit 2016 verboten. Das Gesetz zur Bekräftigung der sexuellen Orientierung, des Geschlechts und des Geschlechtsausdrucks verbietet jede Behandlung, Praxis oder anhaltende Bemühung, die darauf abzielt, die sexuelle Orientierung, die Geschlechtsidentität oder den Geschlechtsausdruck einer Person zu verändern, zu unterdrücken oder zu beseitigen.

Das Verbot umfasst medizinische, psychologische, religiöse oder andere Interventionen, die darauf abzielen, die Identität oder den Ausdruck einer Person zu verändern.

Auch die beiden Journalisten von «PMnews», die ihn interviewt hatten, wurden angeklagt und am Mittwoch für nicht schuldig befunden.

«Hätte nie vor Gericht gezerrt werden dürfen»

«Matthew hätte niemals durch die Strafgerichte gezerrt werden dürfen, nur weil er offen seinen Weg zum Glauben beschrieben hat – eine persönliche, freiwillige Entscheidung, Christus nachzufolgen», sagte Andrea Williams, Geschäftsführerin von «Christian Legal Centre» (CLC). CLC begleitet Matthew Grech vor Gericht.

«Sogar die Moderatoren, die ihn im Interview kritisch hinterfragten, wurden angeklagt, was zeigt, wie absurd und gefährlich dieser Fall geworden war», fuhr Andrea Williams fort. «Der heutige Freispruch sendet eine unmissverständliche Botschaft: Versuche, christliche Lehre und Zeugnisse zu kriminalisieren, werden keinen Bestand haben. Das ist ein Sieg für Malta, für Europa und für alle, denen Meinungs- und Religionsfreiheit weltweit am Herzen liegen.»

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Datum: 10.03.2026
Autor: Christian Post / Daniel Gerber
Quelle: Christian Post / gekürzte Übersetzung: Livenet

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