Kirche in Russland
50 Prozent weniger in 3 Jahren

Atheismus in Russland geht dramatisch zurück

Die Anzahl der Menschen in Russland, die sich als Atheisten bezeichnen, ist in nur drei Jahren um 50 Prozent zurückgegangen. Das hat im Juni 2017 eine Untersuchung des unabhängigen Lavada-Forschungszentrums ans Licht gebracht.

Die Untersuchung zeigt, dass in Russland die Zahl der Atheisten und solcher, die sich als «absolut unreligiös» bezeichnen, von 26 Prozent im Jahr 2014 auf 13 Prozent im Jahr 2017 zurückgegangen ist. 86 Prozent der russischen Bevölkerung bezeichnen sich aktuell als religiös, 44 Prozent davon als «ziemlich religiös», wobei diese Zahl Muslime und östliche Religionen einschliesst.

Orthodoxe Kirche weiterhin Hauptreligion

Die Orthodoxe Kirche bleibt aber bei weitem die wichtigste Religionsgemeinschaft in Russland. 9 von 10 Befragten sehen die Orthodoxe Kirche mit «Respekt und Wohlwollen» an. 74 Prozent sehen ebenfalls die Römisch-katholische Kirche mit «Respekt und Wohlwollen» an, während das für den Protestantismus für 61 Prozent zutrifft. Immerhin 59 Prozent haben diese Sicht für den Islam, während 56 Prozent die jüdische Religion respektieren.

Zum Thema:
Im Osten Russlands: Evangelisation an einem Ort mit nur 0,001 Prozent Christen
Russische Bibelgesellschaft: Wie die Bibel nach Sibirien kommt
«Zurück zum Eisernen Vorhang»: Russland: Kein Rückzug für Denominationen und Missionen

Datum: 29.07.2017
Autor: Reinhold Scharnowski
Quelle: Livenet