Befreundete Fantasy-Autoren

Neuer Film über die Erfinder von «Narnia» und «Herr der Ringe»

C.S. Lewis und J.R.R. Tolkien sind zwei der grössten Fantasy-Autoren aller Zeiten. «Die Chroniken von Narnia» und «Der Herr der Ringe» sind Bestseller und aufwendige Hollywood-Filmproduktionen. Nun entsteht ein Film, der die Freundschaft der beiden Schriftsteller ins Zentrum rückt.

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Ein «Der Herr der Ringe»-Ringgeist und Narnias Aslan auf dem Cover zum Film «Tolkien & Lewis»
Der Kampf von Gut und Böse zieht sich wie ein roter Faden durch die Werke der beiden Meister der Fantasy-Erzählung. Bei J.R.R. Tolkiens «Der Hobbit» und «Der Herr der Ringe» dreht sich alles um einen Ring, der zerstört werden muss. Bei den «Chroniken von Narnia» werden die Abenteuer von Kindern in der magischen Parallelwelt von Narnia gezeigt. Diese Geschichten haben weltweit Millionen Menschen in ihren Bann gezogen. Nun können sich die Fantasy-Fans auf einen weiteren Film freuen, der das Leben der beiden Erfinder von «Narnia» und «Herr der Ringe» erzählt. Im Frühjahr 2015 soll der Film bereits in den Kinos laufen.

Tolkien und Lewis waren Freunde und Rivalen

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Die Autoren, Freunde und Rivalen J.R.R. Tolkien und C.S. Lewis
Kenner der Fantasy-Szene wissen längst, dass sich die beiden Autoren sehr gut kannten und gegenseitig in ihrem Schreiben inspirierten. Es bestand eine Freundschaft, die aufgrund der ehrgeizigen Ziele der beiden Schriftsteller mitunter starken Spannungen ausgesetzt war. So schreibt auch die Filmgesellschaft «Fox Searchlight Pictures», die den Film «Tolkien & Lewis» für voraussichtlich 18 Millionen Dollar produziert, es werde nicht nur die Freundschaft, sondern auch die Rivalität und der Glaube der beiden Autoren dargestellt.

Tolkien und Lewis kamen beide Ende des 19. Jahrhunderts zur Welt und erlebten die beiden Weltkriege, was ihr literarisches Wirken stark prägte. Beide standen selbst im Ersten Weltkrieg an der Front. Tolkien erlebte in der wohl blutigsten Schlacht des Ersten Weltkriegs, der Schlacht an der Somme, die Grausamkeiten des Stellungskrieges. Dies traf ihn tief und liess den Einbruch des Bösen in die friedvolle Welt zu einem Grundthema seines Lebens und seiner Literatur werden. Lewis wurde im Ersten Weltkrieg verwundet und hatte ebenfalls ein persönliches Trauma zu verarbeiten. Dies wird auch im Film, der in Grossbritannien zu Beginn des Zweiten Weltkriegs spielt, gezeigt, heisst es in der Vorschau des Filmstudios.

Tolkien und Lewis stachelten sich gegenseitig an

John Ronald Reuel Tolkien wird beim schöpferischen Prozess als Fantasy-Autor immer wieder von Erinnerungen an seine im Krieg gefallenen Freunde heimgesucht. Diese Alpträume blockierten ihn, so dass die Vollendung des Werks «The Fellowship of the Ring» gefährdet war. Es sei sein Weggefährte Clive Staples Lewis gewesen, der ihn ermutigt habe, das Buch zu vollenden. Das Buch, das schliesslich 1954 auf den Markt kam, wurde eines der meistverkauften Bücher aller Zeiten und die Grundlage der Trilogie «Der Herr der Ringe».

Beide Männer waren Professoren an der University of Oxford und Mitglieder der literarischen Gesprächsgruppe «Inklings». Die «Inklings» waren meist Akademiker, die gemeinsam Literatur diskutierten und einander gegenseitig kritisierten. Aus diesen Treffen entstanden einige der einflussreichsten Texte, die die Welt je gekannt hat. In diesem Kreis von Männern, die sich gegenseitig herausforderten, nahmen ganze Welten Gestalt an wie zum Beispiel «Mittelerde» oder «Narnia».

Tolkien und Lewis und der christliche Glaube

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Das Cover zum Film «Tolkien & Lewis» über J.R.R. Tolkien und C.S. Lewis
Sowohl C.S. Lewis als auch J.R.R. Tolkien sind für ihre Literatur mit christlichen Sinnbildern bekannt. Lewis gilt gar als einer der wichtigsten christlichen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Dies obwohl er lange Zeit Agnostiker war. Grossen Einfluss auf Lewis' Entscheidung für Gott hatten die Schriften von George MacDonald, wie Christianity Today schreibt. Auch die Freundschaft mit Tolkien unterstützte diesen Prozess hin zum christlichen Glauben, welchen er danach in seinen Büchern entschieden vertrat. Es wird berichtet, dass es Tolkien ein wenig geärgert hatte, dass Lewis plötzlich als Aushängeschild für das Christentum gefeiert wurde. Auch dies soll im Film «Tolkien & Lewis» aufgezeigt werden. Sicher ist, dass die Beziehung zwischen den beiden grossen Schriftstellern reichlich Stoff für einen spannenden Film hergibt. Der Film, der für Ostern 2015 angekündigt ist, dürfte die Fans von «Narnia» und «Herr der Ringe» begeistern.

Zum Thema:
«Der Hobbit»: (K)ein 170-Minuten-Traktat
Plüschsessel reservieren!: Narnia 4 – «Der silberne Sessel» kommt
Fantasyliteratur als Anknüpfungspunkt für Gespräche über den Glauben?

Datum: 23.07.2014
Autor: Florian Wüthrich
Quelle: Livenet / Christian Post / Inquisitr

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