«Gott verspricht nicht zu viel»

Gemeinschaft der Versöhnung lädt zur Tagung in Winterthur

In Algerien geboren, erlebte Marcel Rebiai eine schwierige Kindheit. Durch einige chaotische Umstände fand er sich eines Tages im schweizerischen Basel in Untersuchungshaft, wo ihm Jesus Christus begegnete. Er gründete die Gemeinschaft der Versöhnung (GDV), die im Nahost-Konflikt bereits zahlreiche Menschenherzen veränderte. Nun lädt die GDV am 3. März zu einer Tagung mit Marcel Rebiai in Winterthur.

Zoom
Marcel Rebiai im Dienst von GDV - Gemeinschaft der Versöhnung
«Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein». Dieser Leitsatz steht über dem Anlass der «Gemeinschaft der Versöhnung», die einst von Marcel Rebiai gegründet worden war. Gleichzeitig sind es auch die Worte, mit denen Gott Abraham einlud, ganz auf ihn zu setzen.

«Aus Abrahams Wagnis wurde ein Abenteuer, das seinem Leben Sinn gab und ihn zu einem Gottesfreund werden liess, der weit über seine Zeit hinauswirkte», schreibt die GDV in ihrer Tagungseinladung – und weiter: «Jesus rief seine Jünger zum gleichen radikalen Lebensplan: Alles weggeben, um alles zu gewinnen. Marcel Rebiai verfolgt diesen Plan seit bald 50 Jahren und erlebt, dass Gott nicht zu viel verspricht. An diesem persönlichen Seminar erzählt er aus seinem Leben und will andere ermutigen, dasselbe zu wagen und zu gewinnen.»

Begegnung mit Jesus in Schweizer Gefängnis

«Marcel Rebiai ist in Algerien geboren und landet schon bald in einem Militärkinderheim, dort flüchtet er und lebt mehrere Jahre auf der Strasse. Als er zehn Jahre alt ist, kommt er zu einer Pflegefamilie in die Schweiz», erklärt Walter Gubler vom GDV-Leitungsteam gegenüber Livenet.

«Nach Jahren der Identitätssuche begegnet ihm in der Untersuchungshaft in Basel Jesus Christus», erzählt Gubler weiter. «Sein Leben verändert sich. Er wird zu einem Versöhner für Christus. An dieser Konferenz in Winterthur wird Marcel aus seinem Leben erzählen, von Höhen und Tiefen und was ihn bis heute motiviert ein Botschafter der Versöhnung zu sein.»

Ein Unterschied bei der jüngsten Generation

Die Gemeinschaft der Versöhnung gründete Marcel Rebiai vor 30 Jahren mit seiner Frau Regula und investiert sich in Kinder im Nahen Osten. «Sie sind die Opfer in den Konfliktzonen und sind oft auf sich alleine gestellt. In Jerusalem nimmt sich ein Team von Mitarbeitern seit vielen Jahren der Kinder an. Durch wöchentliche Kinderstunden, Sport, Friedenserziehung, Freizeitangebote  geben sie den Kindern Orientierung und werden für diese zu wichtigen Vertrauenspersonen. Die Kinder erfahren, dass Gott ein guter Gott ist, dem man vertrauen kann», stellt Walter Gubler den Dienst des Werks vor.

Ali wollte Selbstmord-Attentäter werden

Mittlerweile sind die Kinder der Anfangszeit junge Erwachsene und haben zum Teil selber wieder Kinder. So auch Ali. «Seit er klein war, kam er in den Kinderclub. Er beginnt zu strahlen, als er erzählt, was er erlebt hat und erinnert sich noch an alle Namen der Mitarbeiter. Für Ali waren es die schönsten Momente seines Lebens: geliebt und angenommen trotz allem. Er war kein pflegleichter Junge. Sein Vater war meist weg, im Gefängnis. Als Teenager legte er sich mit den israelischen Soldaten an und warf vom Tempelberg Steine.»

Alis erklärtes Ziel war, sich als Selbstmord-Attentäter zu melden, um Juden umzubringen. Immer mehr kam er in dieses Milieu der Altstadt und musste für drei Jahre ins Gefängnis. «Diesen Frühling, ein paar Tage nach seiner Entlassung, trafen wir ihn zufällig vor der Stadtmauer. Jetzt ist er 27 Jahre alt. Im Gefängnis hat er sich an die Kinderlieder erinnert, die einzigen Lieder, die er kennt. Und zusammen mit anderen Gefangenen hätten sie 'Jesus ist auferstanden' gesungen.»

Das habe ihnen Halt und Trost gegeben. «Ali ist es ein Anliegen, dass seine Neffen in den Kinderclub kommen, und er unterstützt uns, indem er sie motiviert und auffordert, mit zu gehen, wenn wir jeweils vorbeikommen, um die Kinder abzuholen.»

Seminar «Das göttliche Abenteuer – Wer alles wagt, gewinnt» 3. März 2018, 10-16 Uhr, Arche Winti in Winterthur

Zur Webseite:
GDV

 

Zum Thema:
Gemeinschaft der Versöhnung: «Immer mehr in Israel sehnen sich nach dem Messias»
Gemeinschaft der Versöhnung: «Juden und Araber, Gott hat für beide eine Zukunft bereit»
Zentralafrikanische Republik: Feindesliebe führt zur Versöhnung

Datum: 02.03.2018
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich neu, um diesen Artikel zu kommentieren.
Anmelden
Mit Facebook anmelden

Publireportage

Täglich inspirierend
Auf Livenet.ch können der Mann und die Frau von nebenan ebenso in einer News-Meldung vorkommen wie der Hollywoodstar. Dieser einzigartige Livenet-Mix ist es, der die Macher wie auch die Leser begeistert.

Anzeige

Diese Artikel könnten Sie interessieren

«Ketzerische Bibeln»
In Griechenlands ultra-orthodoxen Kreisen herrscht grosse Aufregung über eine evangelistische Sommeraktion evangelischer Christen.
«verfolgung.jetzt» in Bern
An diesem Samstag, 23. Juni 2018, ist es soweit: Hunderte von Menschen werden auf dem Bundesplatz in Bern auf die Verfolgung von Christen in aller...
Sexueller Missbrauch
Die Diskussion über #metoo und #churchtoo, in der sich Opfer sexueller Gewalt zu Wort meldeten, ist abgeebbt. Frei vom Druck der Öffentlichkeit ist...
Arm, aber grosszügig
Die Arbeitslosigkeit in Südafrika liegt bei 25 Prozent, die meisten Familien stecken tief in der finanziellen Krise. Genau in dieser Zeit entscheidet...

Werbung

Kommentar

Ein Grabenkampf: Kinder – nur kostspielige Nervensägen?
Öffnet sich tatsächlich ein Graben zwischen Eltern und Kinderlosen? Ein Artikel in der...

Adressen

CGS ECS ICS

Werbung

Livenet Service