Künstler Sergi Barnils

«Ich bin einfach ein Imitator des grossen Schöpfers»

Seine Ausstellungen haben ihre Runden durch Europa gemacht: In Städten wie Zürich, Wien, Genf, Carrara, Bologna und Madrid hat der spanische Künstler Sergi Barnils seine Werke zeigen können, auch in Deutschland, Holland und Belgien ist er bereits unterwegs gewesen. Doch nur wenige wissen, dass seine Bilder durch die Bibel inspiriert sind. «Ohne die Bibel würde mein Werk sterben und ich mit ihm», erklärte er kürzlich in einem Interview mit der spanischen Tageszeitung «Diari de Girona».

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Sergi Barnils
Der 1954 in Bata, Äquatorialguinea, geborene Künstler gab zu, als Kind «akademisch gesehen eine Katastrophe» gewesen zu sein. Das einzige Fach, in dem er sich wohl fühlte und dies auch in Noten zeigte, war Kunst. Auch heute lebt er durch seine Kunst. «Ich gehöre nicht zu denjenigen, die ihr eigenes Werk durch die Augen derjenigen, die es bewundern, wertschätzen. Ich versuche, wie Kandinski sagte, dass mein Geist, meine Seele durch die Kunst mit dem Geist des Betrachters kommuniziert. Ich versuche, eine geistliche Kommunikation herzustellen.»

Seine Bilder, eine Evangelisation

Und so betrachtet ist sein Werk eine Evangelisation, denn seine Bilder sind durch die Bibel inspiriert. Wie er in dem Interview erklärte, hat jede Form seiner abstrakten Bilder eine Bedeutung: Der Kreis ist die Ewigkeit, das Dreieck repräsentiert Gott und das Quadrat ist die Erde, das Universum. Zunächst habe er sehr frei gemalt, Wolken und Flecke. Doch mit einem Mal erlebte er eine innere Leere.

«Das Evangelium war wie frisches Wasser»

Jahre vergingen. «Eines Tages malte ich völlig automatisch, ich war besorgt und traurig. Da hörte ich einen Radiosender… Sie sprachen vom ungeschmückten Evangelium, einfach nur das pure Evangelium. Das war wie frisches Wasser, das ich in meinem Leben brauchte, denn das Wort Gottes, ohne Dogmen oder menschliche Strukturen, ohne Gesetze oder leeres Geschwätz, dringt tief in uns ein. […] Für die Protestanten ist es 'allein die Schrift, allein der Glaube, allein Gnade' und Jesus ist der einzige Weg, der zum Vater führt. Alles ist so einfach, und das brauchte ich.»

Strahlende Farben durch Gottes Gegenwart

Dann besuchte er eine Baptistengemeinde, zu der er auch heute noch gehört. Und seine Entscheidung, Jesus zu folgen, beeinflusste auch ganz natürlich seine Kunst. «Ich begann, die Bibel zu lesen, und wurde immer freier. […] Zuvor hatte ich Gott vergessen. Als ich zurückfand, profitierte auch mein Werk davon: Die Formen veränderten sich, die Farbpalette wurde strahlender. […] Mein Werk hat sich zeitgleich mit meiner inneren Veränderung mitverändert. Wieder zurückzugehen, wäre ein schrecklicher Misserfolg. Heute inspiriere ich mich in der Bibel. Ohne sie würde mein Werk sterben und ich mit ihm. […] Ich bin einfach ein Imitator des grossen Schöpfers, Gott.» 

Zum Thema:
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Datum: 01.04.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / Protestante Digital

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