Festival «Elements of Rock»

Schall und Rauch trotz Asche

Wäre das Festival «Elements of Rock» eine Woche früher durchgeführt worden, wäre es zu einem Streichkonzert geworden. So aber konnte der Vulkan Eyjafjallajökull nur eine Band am Auftritt hindern, 13 andere aus 7 Nationen donnerten hingegen in Uster (Schweiz).
Erstmals in Europa
Hier legt Mad Max
Timesword
Slechtvalk


Am vergangenen Wochenende, 22. bis 25. April, kamen die Freunde des etwas zügigeren Musikschaffens auf ihre Kosten: Zum 7. Mal donnerte es in Uster. Mit Spannung erwartet wurde der Auftritt der kalifornischen Hard-Rock-Band «X-Sinner». Dieses unverwüstliche Kraftwerk rockt - mit einem Unterbruch von 4 Jahren - seit 1988. Doch erst jetzt, in Uster, feierte die Band ihre Europa-Premiere. Diese eröffneten der Bassist und der Schlagzeuger mit einem schnörkellosen Rhythmus, das Publikum liess sich vom ersten Akkord an mitreissen.

Das «Elements of Rock» (EOR) lockte am Freitag und Samstag mit Konzerten. Am Donnerstag und Sonntag wurde je ein Gottesdienst durchgeführt sowie Musikertreffen und Seminare.

Mad Max in ihrem Element

Neben «X-Sinner» gehörten die deutschen «Mad Max» zu den Headlinern. Vor rund fünf Jahren gab die deutsche Gruppe ihr Comeback. In den 80er Jahren feierte die Band Erfolge, tourte mit «Uriah Heep» («Lady in Black»). Im Jahr 2005 formierte sich die Gruppe wieder mit der klaren Ansage: «Wir sind jetzt eine christliche Band!» Nach 2006 spielten «Mad Max» nun zum zweiten Mal in Uster.

„Das Publikum war wieder phantastisch", beschrieb Sänger Michael Voss nach dem Auftritt im Kanton Zürich seine Eindrücke. Die Atmosphäre am Festival, die Menschen hier seien „super"; auch das Essen, die Nudeln mit Käse und Kartoffeln. Die Band sei wieder da, erklärte Voss weiter. „Wir sind gut aufgestellt, jetzt können wir wieder weltweit operieren." Neben einem neuen Album stehen Auftritte in Spanien, USA (unter anderem auf dem «Rocklahoma»-Festival) und in Deutschland auf dem Programm, dort unter anderem auf dem «Wacken»-Festival.

Feuerspucker

Zu den weiteren Headlinern gehörten «In Vain» und «Slechtvalk» - beide vertreten härtere Metal-Stile und wussten ebenfalls zu gefallen. Einzig die finnische Band «HB» musste dem feuerspeienden Isländer Vulkan Tribut zollen und die Reise in die Schweiz quasi in Rauch aufgehen lassen.

Zu den Überraschungen zählten neben anderen die englischen «Back Pocket Prophet» und die italienische Band «Timesword». Letztere überzeugte mit melodiösem Metal. Nach dem vielgelobten Auftritt gab Gitarrist und Bandgründer Dan Logoluso zu Protokoll: «Wir spielten erst das dritte Mal gemeinsam auf der Bühne.» Entstanden sei die Gruppe im Jahr 2005, die Texte drehen sich teilweise um die Offenbarung des Johannes. „So etwa um die Desaster, die sich in der Welt abspielen. Es ist die Retourkutsche von dem, was wir Menschen machen."

EOR führt zusammen

Zum siebten Mal ging das EOR nun über die Bühne. Dabei wurde deutlich, dass das Festival eine Plattform ist, das die Musiker zusammenführt. Dies erklärten etwa Silvan Stalder und Andy Müller, die mit ihrer Band «Disobedience» zweimal in Uster aufgetreten sind: erstmals im Jahr 2003 sowie dann im vergangenen Jahr.

Man lerne hier Musiker von anderen Gruppen kennen und könne so auch gemeinsame Auftritte planen. Im Juli spiele «Disobedience» bei der Plattentaufe der befreundeten Band «The Prophecy23» in Deutschland. Für den Oktober sei dann ein gemeinsamer Auftritt in der Schweiz geplant. Kennengelernt haben sich die beiden Gruppen am EOR.

Das nächste Festival soll vom 4. bis 6. März 2011 durchgeführt werden.

Datum: 26.04.2010
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch

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