Bernard A. Siegfried gestorben

Ein Mann mit Liebe, Grosszügigkeit, Toleranz und Humor

Am letzten Freitag wurde der Zofinger Unternehmer Bernard A. Siegfried in Zofingen beigesetzt. Er starb im Alter von 83 Jahren nach längerer Leidenszeit. Sein christlicher Glaube hatte eine Ausstrahlung in die Unternehmer- und Medienwelt.

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Der Unternehmer Bernard A. Siegfried starb im Alter von 83 Jahren.
«Er hat die Zofinger Siegfried-Gruppe, ein weltweit im Bereich Life Science tätiges Unternehmen, massgebend geprägt. Und er schuf sich einen Namen als Topmanager, der dem Christentum verpflichtet war», schreibt die Aargauer Zeitung am 31. Oktober zum Tod von Bernard Siegfried. Und sie zitiert ihn mit den Worten: «1987 erlebte ich eine Wiedergeburt, eine Bekehrung – und zwar aufgrund von Gesprächen mit meinem Sohn.» Lukas, der älteste von drei Söhnen, studierte in Basel Theologie. Und sie nennt auch sein Kernanliegen als christlicher Unternehmer: «Die Bibel ist das beste Lehrbuch für Unternehmensführung.»

Schwerste Prüfung bestanden

Die Zeitung erinnert auch an seine schwerste Krise als Unternehmer, als sein Verwaltungsrat ihn 1991 in einer wirtschaftlichen Krise zum Rücktritt aufforderte: «Es war eine harte Zeit, ich wurde systematisch fertiggemacht und vor Kollegen der Geschäftsleitung blossgestellt. Das war Mobbing in höchstem Grade», zitiert die Zeitung aus einem Livenet-Porträt über Siegfried. Er habe die Führungskrise nur dank seiner neu gewonnenen Glaubenskraft überstanden. Er durfte erleben, wie ganz unerwartet ein japanischer Investor auftauchte und die Finanzkrise lösen half. In den Jahren danach erlebte die Siegfried-Gruppe einen neuen Aufschwung. «Heute ist mir klar, dass Gott mir diesen Erfolg gegeben hat, damit ich als erfolgreicher Unternehmer auftreten kann», sagte Siegfried später gegenüber dem Chrischona Magazin.  Er trat regelmässig als Redner an Veranstaltungen der Internationalen Vereinigung Christlicher Geschäftsleute (IVCG) auf und sprach auch über seinen Glauben. Er betonte dabei: «Ich will nicht Moralist sein, ich will einfach aufzeigen, wie ich es erlebt habe.»

Mit Kambly-Tochter verheiratet

Bernard A. Siegfried hatte an der HSG in St. Gallen Ökonomie studiert und doktoriert. 1959 heiratete er Theres, die älteste Tochter des Emmentaler Biskuit-Fabrikanten Oscar Kambly. 1967 trat der Urenkel des Firmengründers in die Siegfried AG ein. Das Unternehmen steckte damals in einer schwierigen Phase. Doch Siegfried gelang es, sich durch Leistung zu profilieren.

Letztes Mitglied der Gründerfamilie

1977 wurde Bernard A. Siegfried zum Delegierten des Verwaltungsrats und Vorsitzenden der Geschäftsleitung und 1998 zum Präsidenten des Verwaltungsrats mit Exekutivfunktionen gewählt. 2001 gab er seine Management-Funktionen ab und trat 2003 auch als Verwaltungsratspräsident zurück, blieb aber bis 2010 im Gremium. Er war das letzte Mitglied der Gründerfamilie im Unternehmen.

In der Todesanzeige beschreiben ihn seine Angehörigen als einen Mann mit Liebe, Grosszügigkeit, Toleranz und Humor.

Zum Thema:
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Datum: 06.11.2017
Autor: Fritz Imhof
Quelle: Livenet / AZ

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