Jugendevent JESUSHOUSE 2017

«Beim Glauben sind kritische Fragen erlaubt»

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Rund 825 christliche Jugendgruppen feierten in den vergangenen Wochen an 275 Orten das überkonfessionelle Jugendevent «JESUSHOUSE» und konnten anscheinend nicht genug davon kriegen: Da noch während des Aktionszeitraums zwischen dem 20. Februar und dem 2. April immer neue Anmeldungen kamen, wurde die Dauer des Events kurzerhand bis zum 9. April verlängert.

Die Jugendgruppen hatten 13- bis 21-Jährige zum Gespräch über Sinn- und Glaubensfragen, zur Auseinandersetzung mit der Bibel, zu Konzerten, zum gemeinsamen Beten und Feiern an unterschiedliche Locations eingeladen.

In Gemeindehäusern, Kirchen, Jugendheimen, aber ebenso in Kinos, Werkshallen oder an täglich wechselnden Orten gab es ein abwechslungsreiches Programm mit Live-Musik, Interviews, Filmclips, Impulsvorträgen und anderen, auf die Zielgruppe zugeschnittenen Angeboten. Das Programm wurde durchgängig von den jungen Leuten selbst gestaltet. Ursprünglich hatten sich etwa 750 Gruppen aus evangelischer Landeskirche, aus Freikirchen, kirchlichen Gemeinschaften und Werken und aus der katholischen Kirche an 250 Orten angemeldet.

Junge Menschen individuell angesprochen

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Julia Garschagen
«Mich hat fasziniert zu sehen, wie die jungen Menschen sich haben ansprechen lassen», sagte Julia Garschagen, die als Rednerin an einem der beiden zentralen Übertragungsorte in Wien auftrat. «Viele sagten, dass die Tage sie herausgefordert haben, dass sie ermutigt wurden und dass sie viel Neues über den Glauben gelernt und erlebt haben.»

Den inhaltlichen Rahmen für die pro Ort meist vier- bis sechstägigen Events hatte der proChrist e.V., eine Agentur für Evangelisationsveranstaltungen aus Kassel, vorgegeben. Bei der konkreten Gestaltung hatte proChrist den Jugendgruppen jedoch bewusst sehr viel Freiraum gelassen. So gab es Veranstaltungen für die Altersgruppe 13 bis 17 und für 17- bis 21-Jährige. Einige Orte verfolgten per Satellitenüberragung die Events in Schwäbisch Gmünd oder Wien. An anderen Orten hatten sich die Gruppen einen von rund 150 Rednern ausgewählt. Dieser hielt entweder – ähnlich wie im herkömmlichen Gottesdienst – einen predigtähnlichen Vortrag, oder die Jugendlichen stellten ihm Fragen zu einem Bibeltext, auf die der Referent dann unmittelbar antwortete. «Diese Dialog-Variante hat den jungen Menschen ganz deutlich gemacht: Glaube braucht meine ganz persönliche Auseinandersetzung mit der Bibel. Und kritische Fragen sind erlaubt – ja, sogar erwünscht. Bei vielen kam die Botschaft an: Wer sich auf das Wagnis einlässt, kann tragfähige Antworten für sein Leben finden», erklärte Julia Garschagen.

Sehr gut angenommen wurde auch jesushouse@home. Bei dieser Variante luden die Gastgeber ins heimische Wohnzimmer ein und schauten das Programm zusammen mit Freunden per Internet-Stream.

Spontane Planung

Die Jugendgruppen erledigten alle Arbeiten von der Planung des Events über die Öffentlichkeitsarbeit und Werbung bis hin zur Umsetzung ehrenamtlich. Nach bisheriger Zählung haben 825 Gruppen an 275 Orten teilgenommen (Stand: 5. April 2017). Klaus Göttler, Leiter von JESUSHOUSE: «Wir haben festgestellt, dass Planungen und Vorbereitungen immer kurzfristiger laufen und viele Entscheidungen schnell umgesetzt werden. Als wir vor 20 Jahren mit Jesushouse begonnen haben, gab es viel mehr Vorlauf. Diese Veränderung gilt es als Herausforderung anzunehmen und in Zukunft noch stärker zu berücksichtigen.»

Zum Thema:
«JesusHouse»: Grösstes christliches Jugendereignis des Jahres
Deutschland: Jugendliche strömen zu JesusHouse
JesusHouse: Rund 750 Jugendgruppen laden zu Jugendevent
Jesus für Jugendliche: Einladendes JesusHouse

Datum: 08.04.2017
Autor: Florian Wüthrich
Quelle: Livenet / ProChrist

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