Christian Härle übernimmt

Stabübergabe bei Teen Challenge Schweiz

Seit Anfang Februar wird Christian Härle in seine Aufgabe als Leiter des christlichen Werks Teen Challenge in Glarus eingeführt. Er übernimmt ab Sommer das Zepter. Wo will er mit der Einrichtung, die mit psychisch beeinträchtigen Menschen arbeitet, hin?

Zoom
Christian Härle
Teen Challenge (TC) hat seine Ursprünge in den USA und wurde Mitte des 20. Jahrhunderts durch David Wilkerson als Dienst zur Rehabilitation von Drogenabhängigen, Prostituierten und Hilfesuchenden gegründet. Heute führt Global Teen Challenge weltweit 1'400 Einrichtungen in 122 Ländern – eine davon ist im Kanton Glarus in der Schweiz beheimatet. Der Verein Teen Challenge Schweiz hat sich mit seinen Wohn-, Arbeits- und Integrationsangeboten vor allem psychisch beeinträchtigten Menschen verschrieben.

In diesem Jahr kommt es beim Werk in Glarus zu einem Leiterwechsel. Xili Fux übergibt die Gesamtleitung an Christian Härle. Welche Herausforderungen hat er in nächster Zeit zu meistern? Livenet hat nachgefragt.

Zoom
Teen Challenge während einem Ausflug in Sargans
Livenet: Christian Härle, was hat Sie dazu bewegt, diese anspruchsvolle Aufgabe zu übernehmen?
Christian Härle: Als ich mich mit dem Grundauftrag und den Werten von Teen Challenge auseinandersetzte und vom Vorstand die Vision für Teen Challenge erfuhr, prüfte ich dies mit meiner Frau zusammen im Gebet, und wir besprachen diese neue Aufgabe ebenso innerhalb der Familie. Das Gebet, das Hören, das Warten und, wenn der Zeitpunkt gekommen, dann auch das Handeln, hat sich in meinem Leben bewährt. Dass das Warten heutzutage nicht mehr sehr populär ist, hörte ich öfters – obwohl dies zu den biblischen Prinzipien gehört. Nach der Entscheidung spürte ich eine grosse Ermutigung und Freude, diese Aufgabe zu übernehmen.

Sie haben in zahlreichen Entwicklungsprojekten mitgearbeitet, welchen christlich-ethische Werte zugrunde lagen. Wie prägten Sie diese Erfahrungen?
Die grösste Prägung erlebten wir als Familie während unseres mehrjährigen Missionsdienstes in Peru. Zum Beispiel, als wir im Urwald mehrere Tagesreisen von jeglicher Zivilisation entfernt und somit ganz auf uns alleine und Gott gestellt waren. Entgegen dem Sicherheitsdenken und Leben in der Schweiz, mussten wir uns bewusst werden, dass wir im Notfall weder auf ein funktionierendes Rettungssystem noch auf eine medizinische Grundversorgung zählen konnten, nicht einmal nachdem ein Dorf bzw. eine Stadt erreicht werden konnte. Dies stärkte unser Vertrauen in Gott, seine Fürsorge und seinen Schutz für uns im Unterwegssein, wo immer dies auch sein wird und was immer auch geschieht.

Wie sehen Ihre Vorstellungen, Wünsche für die Zukunft des Werkes Teen Challenge Schweiz aus?
Ich wünsche mir, dass Teen Challenge eine Institution bleibt, in der die christlichen Werte gelebt werden und die uns anvertrauten Menschen Lebensfreude, Hoffnung und Zukunftsperspektive für ihr Leben finden. Wenn ich in diesem Jahr den «Leitungsstab» übernehme, möchte ich dies mit Gottes Führung und hoffentlich mit viel Weisheit tun. Ich freue mich, gemeinsam mit den Mitarbeitern und dem Vorstand, Teen Challenge in die Zukunft zu führen.

Teen Challenge Schweiz

Der Verein Teen Challenge Schweiz (TC) arbeitet mit psychisch beeinträchtigten Menschen. Durch Wohn-, Arbeits- und Integrationsangebote werden Menschen begleitet und gefördert. In Glarus, der kleinsten Hauptstadt der Schweiz, sind die drei Wohn- und Arbeitsbereiche von TC zu finden:

  1. Im Wohnheim Hochwart werden Menschen bis ins Pensionsalter betreut. Ziel ist ein würdevolles Leben im Alltag.
  2. Das Haus Rössli beherbergt Menschen in schwierigen sozialen Verhältnissen. In zeitlich begrenztem Rahmen wird hier die Reintegration angestrebt.
  3. Die Werkstätte Produktiva bietet Arbeiten in geschütztem Rahmen. Dieses Angebot wird von Menschen genutzt, welche nicht in der Lage sind den Anforderungen im 1. Arbeitsmarkt zu genügen.

Zur Webseite:
Teen Challenge Schweiz

Zum Thema:
30 Jahre El Rafa: Ein Ort für einen Neuanfang
Lebensgemeinschaft Quelle Aeschau: Ein praktischer Ausdruck christlicher Gemeinschaft
Für Menschen in Krisen: Sie investieren ihr Leben, damit andere frei werden

Datum: 08.03.2018
Autor: Florian Wüthrich / René Keller
Quelle: Livenet / Teen Challenge Schweiz

Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich neu, um diesen Artikel zu kommentieren.
Anmelden
Mit Facebook anmelden

Publireportage

Täglich inspirierend
Auf Livenet.ch können der Mann und die Frau von nebenan ebenso in einer News-Meldung vorkommen wie der Hollywoodstar. Dieser einzigartige Livenet-Mix ist es, der die Macher wie auch die Leser begeistert.

Anzeige

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Wegen Unmoral und Diskriminierung
US-Generalstaatsanwalt Jeff Sessions ist aktives Mitglied der United Methodist Church. Jetzt haben 600 Geistliche und Laien wegen seiner Verteidigung...
«Der Frieden dazwischen»
Am vergangenen und am kommenden Sonntag wird in vielen Gemeinden weltweit den Flüchtlingen gedacht und für sie gebetet. Ein passender Moment für den...
«verfolgung.jetzt» in Bern
An diesem Samstag, 23. Juni 2018, ist es soweit: Hunderte von Menschen werden auf dem Bundesplatz in Bern auf die Verfolgung von Christen in aller...
Sexueller Missbrauch
Die Diskussion über #metoo und #churchtoo, in der sich Opfer sexueller Gewalt zu Wort meldeten, ist abgeebbt. Frei vom Druck der Öffentlichkeit ist...

Werbung

RATGEBER

Was wir tun und lassen sollten Die Kunst des Ausruhens
Warum sind wir so gerne gestresst? Fühlen uns richtig gut, wenn wir Punkte auf der To-Do Liste...

Adressen

CGS ECS ICS

Werbung

Livenet Service