Kathryn Scott

Die Geschichte zum Lied «Hungry»

Unsere Gesellschaft ist stark Leistungsorientiert. Wir werden an dem gemessen, was wir bringen und können. Der eigene Wert richtet sich nach Leistung. Manchmal übertragen wir diese Prägung unbemerkt auch auf Gott. Unsere Gaben, Dienste und Werke sollen Gott beeindrucken. Das Lied «Hungry» (I’m Falling On My Knees) von Kathryn Scott ist in einer Phase entstanden, in der sie erkannt hat, worum es wirklich geht.

Zoom
«Als ich 20 war, bin ich durch eine schwierige Zeit gegangen. Ich hatte schon mit neun Jahren angefangen, Lieder zu schreiben und es war eine meiner Begabungen, dabei echt und wahrhaftig zu sein. Ich hatte dieser Gabe nie besondere Aufmerksamkeit geschenkt, erst dann, als ich sie plötzlich nicht mehr hatte. Heute bin ich sehr dankbar, dass Gott mich durch diese Phase geführt hat, weil ich dadurch etwas gelernt habe, was ich anders vielleicht nie erfahren hätte.

Plötzliche Leere

Wenn etwas plötzlich nicht mehr klappt, was man immer ganz selbstverständlich konnte, passiert was in einem. Am Anfang kämpfte ich gegen unglaubliche Leere – immerhin war die Gabe etwas, womit ich mich vor Gott ausdrücken konnte. Ich musste mich selbst mit ein paar unangenehmen Fragen konfrontieren: Was ist los? Woher kommt das? Habe ich was falsch gemacht? Hätte ich etwas tun können, um das zu vermeiden? Wer bin ich überhaupt ohne diese Gabe? Ich hätte nie damit gerechnet, dass irgendwann mal solche Probleme habe. Ich hatte so viele prophetische Worte bekommen, dass ich Lobpreislieder schreiben würde, die in der ganzen Welt gesungen werden - und jetzt sass ich da und war nicht mal in der Lage, auch nur eine einzige Note zu schreiben.

Gott spricht in die Leere

Aber Gott liess mich nicht allein. In seiner grossen Gnade berührte er mein Herz. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen, dass es eigentlich nur um die Beziehung mit Gott geht. Das ist das grosse Geschenk. Ich lernte, dass es nichts Wert war, der eigenen frommen Leistung hinterherzueifern. Und dass es viel besser ist, dem Allerhöchsten nachzulaufen, der alles gegeben hatte, weil er mich liebt. Ich fand heraus, dass ich - egal, was ich kann oder nicht kann - immer zu Jesus gehöre. Und dass diese Tatsache für Jesus genug ist und für mich auch. Dass man höchstens dann Dinge tut, weil man zu Jesus gehört und nicht, damit man sich seine Liebe verdient.

Die Musik kommt zurück

Wunderbarerweise war diese Erkenntnis der Funke, der meine Gabe wieder entflammte. Drei Jahre lang hatte ich kein Lied geschrieben und ich hatte wirklich nicht mehr daran geglaubt, dass ich jemals wieder schreiben würde. Und es war mir auch egal. Ich war Jesus ganz nah und wusste in meinem Innersten, dass ich sein Gottes Kind bin. Es war also eine grosse Überraschung für mich, als ich mich eines Tages hinsetzte und doch wieder anfing zu schreiben. Das erste Lied, das seinen vorsichtigen Versuch an die Oberfläche wagte, war «Child Of God», und einige Wochen später schrieb ich «Hungry». Beide Lieder brauchten ein paar Monate, bis sie fertig waren, aber das Rohmaterial war sofort da. Ich konnte plötzlich wieder schreiben, aber die Lieder waren anders und auch ich selbst hatte mich verändert.

Hungry I come to you
For I know you satisfy
I am empty but I know
your love does not run dry

So I wait for you
So I wait for you

Im falling on my knees
Offering all of me

Jesus your all this heart is living fo
r

Broken I run to you
For your arms are open wide

I am weary but I know
Your love does not run dry

Zum Thema:
Livenet-Dossier zum Thema «Musik & Lobpreis» 


Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Livenet.ch

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