Unglücklich nach Umwandlung

Wachsende Zahl von Transgendern bereut die Operation

Eine besorgniserregende wachsende Zahl von Menschen, die sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen haben, bereuen den Eingriff und leiden unter Depressionen und Selbstmordgedanken. Dies beobachtet Genital-Rekonstruktionschirurg Miroslav Djordjevic laut eines Berichts der britischen Zeitung «The Telegraph».

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Miroslav Djordjevic
Der weltweit führende Chirurg für Genital-Rekonstruktion, Professor Miroslav Djordjevic, spricht von einer wachsenden Zahl Patienten, die nach der vollzogenen Geschlechtsumwandlung wieder zu ihm kommen. Sie wünschen sich, dass das Prozedere rückgängig gemacht wird. Dies ist eine komplexe und teure Angelegenheit, die länger als ein Jahr dauern kann, bis sie abgeschlossen ist.

«Es kann ein wahres Desaster sein, eine solche Geschichte zu hören», sagt Djordjevic. Dass sie den operativen Schritt bereuen, hat nach Aussagen des Arztes hauptsächlich zwei Gründe: eine unzureichende Recherche über das Thema und eine fehlende psychiatrische Evaluation und Beratung vor der Operation.

Bezahlen, nicht begleiten

Während Djordjevic von seinen Patienten verlangt, sich vor der Operation einer mindestens einjährigen psychiatrischen Beratung zu unterziehen und anschliessend einer Hormonevaluation und dann einer Hormontherapie, sagen ein paar Patienten, die nun bei ihm Rat suchen, dass sie einzig vor der Operation gebeten wurden, das Geld für die OP im Voraus zu bezahlen.

«Ich hörte Geschichten von Menschen, bei denen bei der Arztvisite nur geprüft wurde, ob sie das Geld zum Zahlen haben», sagt Djordjevic. «Das muss aufhören. Als Gesellschaft müssen wir strenge Regeln aufstellen: Niemand, der solche OPs durchführt, nur um Geld zu verdienen, darf die Erlaubnis haben, sie durchzuführen.»

Jüngere Patienten nehmen grössere Risiken in Kauf

Tiefer gehen wollte James Caspian, Psychotherapeut der Bath Spa University, doch sein Recherche-Vorschlag wurde abgelehnt, nachdem die ersten Vorergebnisse zeigten, dass eine wachsende Zahl junger Menschen, welche eine Geschlechtsumwandlung gemacht haben, diesen Schritt bereuen. Laut der britischen Zeitung «The Guardian» wurde der Vorschlag abgelehnt, weil das Ergebnis «potentiell politisch nicht korrekt» sein würde.

Jüngere Patienten gehen höhere Risiken ein, beobachtet Djordjevic. Als er vor rund 20 Jahren mit seiner Arbeit begann, waren jene, die sich eine Umwandlung wünschten, durchschnittlich 45 Jahre alt. Dieses Alter ist auf einen Schnitt von 21 Jahren gesunken – inzwischen werden Stimmen laut, die fordern, dass es sogar Minderjährigen möglich ist.

«Das ist gefährlich!»

Man begebe sich da auf gefährlichen Boden, sagt Djordjevic. Er spricht von einer Grenze, die er nicht überqueren wolle. «Ich habe Angst davor, was mit dieser Person in fünf oder zehn Jahren geschehen wird», sagt er über Menschen, die jünger als 18 Jahre als sind und sich einer solchen Operation unterziehen könnten.

«Es ist mehr als eine Operation, es geht um Menschenrechte. Ich kann sie nicht als Patienten akzeptieren, denn ich habe Angst davor, was mit ihrem Hirn und ihrem Geist geschieht.»

Zum Thema:
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Datum: 11.10.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / HelloChristian / The Telegraph / The Guardian

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