Christen sollen sich in die Gesellschaft einmischen

Bad Blankenburg. Mit einem Aufruf an Christen, sich in die Gesellschaft einzumischen, endete die 107. Jahreskonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz im thüringischen Bad Blankenburg.

Zu der fünftägigen Konferenz kamen wie in den Vorjahren rund 3000 evangelische Christen, davon etwa zwei Drittel unter 30 Jahren zusammen. In Vorträgen und Seminaren ermutigten die Redner, das Konferenzthema “Um Gottes Willen konsequent” im eigenen Leben sowie in Kirche und Politik umzusetzen.

Christen sollten in der Welt der Korruption, des Wirtschaftsbetrugs und öffentlicher Verleumdungen “Zeugen der Wahrheit und Boten der Liebe” sein, forderte Vorstandsmitglied Werner Beyer (Bad Blankenburg) im Schlussgottesdienst. Der biblische Auftrag “Suchet der Stadt Bestes” könne beispielsweise bedeuten, den Arbeitslosen in “plattgemachten” ehemaligen Industriegebieten zu helfen.

Christen könnten sich auch um die Opfer von Psychokulten und Sexhandel und -tourismus kümmern oder die schlechte Zahlungsmoral von Unternehmen anprangern. “Zeigt, dass ihr von Gott her denkt und für die Menschen handelt”, rief Beyer der Versammlung zu. Als Vorbild für einen “christlichen Einmischling” bezeichnete er den niederländischen Finanzbeamten Paul van Buitenen, der 1999 den grössten Betrugs- und Bestechungsskandal in der Geschichte der Europäischen Union aufdeckte, obwohl ihm dies erhebliche berufliche Nachteile einbrachte.

Datum: 31.07.2002
Quelle: idea Deutschland

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