Weltweit

Proteste gegen japanischen Walfang

Tokio. In drei Wochen wird das zukünftige Schicksal der Wale von der Internationalen Walfang Kommission IWC entschieden. Die internationale Umweltorganisation Greenpeace läutet den Countdown zur IWC-Tagung, die vom 20. bis 24. Mai in Shimonoseki stattfindet, mit weltweiten Protesten gegen Japans Walfang ein.

In 15 Ländern von Argentinien über Neuseeland bis Österreich haben sich Menschen an den japanischen Botschaften versammelt, um Proteste in Form von Walfleischkisten, Petitionen und Postkarten zu überbringen.

Die japanische Fischereiagentur FAJ hat eine Reihe von Staaten mit Entwicklungshilfegeldern gekauft. Sollte es die FAJ schaffen, eine Stimmenmehrheit in der IWC zu erzielen, ist diese in der Lage, den Weg für die Abschaffung des Walfangmoratoriums zu ebnen. Japan könne dafür sorgen, dass der industrielle Walfang wieder zugelassen wird. Das Walschutzgebiet im Indischen Ozean kann abgeschafft werden, der Handel mit Walprodukten wieder aufgenommen werden. Auch Länder wie Norwegen oder Russland könnten sich entschliessen, den industriellen Walfang wieder aufzunehmen, befürchten die Umweltschützer.

Als Teil ihrer Propaganda-Arbeit für die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs führt die FAJ eine intensive Kampagne mit unhaltbaren Behauptungen, wie der Tatsache, dass es zu viele Wale gebe, die zuviel Fisch essen. Letztes Wochenende ist die japanische Walfangflotte offiziell in ihren Heimathafen Shimonoseki zurückgekehrt, nachdem sie 440 im antarktischen Walschutzgebiet erlegte Minkewale abgeladen hat.

Die Wale, die im Namen der Wissenschaft gejagt werden, landen als Delikatessen in Gourmetrestaurants und Supermarktregalen. Bereits in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Untersuchungen über die Gefährlichkeit des Genusses von Walfleisch: dieses ist ein Giftcocktail aus verschiedensten Schwermetallen und anderen Umweltgiften.

Datum: 27.04.2002
Quelle: pte online

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