Katholische Volkspartei Zürich äussert sich zur Gruppenvergewaltigung

Schulhaus Buhnrain in Zürich.

Keineswegs ratlos geht die Katholische Volkspartei (KVP) Zürich mit der kürzlich bekannt gewordenen Gruppenvergewaltigung unter Jugendlichen um. Nur wenn der Entchristlichung und Säkularisierung der Gesellschaft Einhalt geboten werde, lasse sich etwas ändern, meint die konservative Kleinpartei in einem Communiqué. Bedauerlich sei, dass die Kirche solche Gelegenheiten nicht nutze, um auf die göttlichen Gebote aufmerksam zu machen.

Angesichts der herrschenden Gesellschaftsstrukturen und Wertvorstellungen seien Gewaltexzesse jeder Art "völlig normal und voraussehbar", meint die KVP. Denn in der einen oder anderen Form seien alle wesentlichen gesellschaftlichen Akteure "mit der Pornoindustrie verhängt" - "lammfromme Kirchenprediger" inbegriffen, die Offenheit, Selbstverwirklichung und gelebte Sexualität predigten. Auch gingen alle Fernsehkanäle auf "Enthemmung, Aggression und Konkurrenz".

Das liberale Sexualstrafrecht, das moderne Ehe- und Scheidungsrecht sowie die "Verbannung Gottes aus den massgebenden Entscheidungszentren der Gesellschaft" hätten die Grundlagen für diese "sündhaften Strukturen" geschaffen, kritisiert die KVP. In Zürich läuft derzeit ein Verfahren gegen 13 Jugendliche, die ein 13-jähriges Mädchen mehrfach vergewaltigt haben sollen.

Datum: 24.11.2006
Quelle: Kipa

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