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Fragen, die Jesus uns stellt

Im Advent schaut sich Livenet den einflussreichsten Mann der Geschichte etwas genauer an. Heute geht es um Fragen, die viele Menschen Gott stellen und frustriert sind, dass sie keine Antworten darauf bekommen. Sind Sie bereit, diese zu beantworten?
Ein Licht geht auf

Diese Frage von Jesus wurde gleich dreimal in der Bibel festgehalten. Und sie hat heute nichts an Aktualität verloren: Jeder hat Lebensträume und -ziele, die er erreichen will. Dies ist ja an und für sich nichts Schlechtes, aber bei den meisten Menschen handelt es sich hier um beruflichen Erfolg, materiellen Wohlstand und finanzielle Absicherung. Wir wollen immer mehr erreichen, unseren Kindern einen noch besseren Lebensstandard sichern und sind sicher, dass uns dies glücklich machen wird.

Doch was bringt es uns, wenn wir unendlich viel Erfolg haben, aber am nächsten Tag eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wird? Oder wenn wir das neueste Automodell und eine wunderschöne Villa besitzen, uns aber mit der Familie zerstritten haben und unseren Erfolg nicht mit den Menschen teilen und geniessen können, die uns am nächsten stehen? Jesus möchte uns ermutigen, uns im Leben darauf zu konzentrieren, was wirklich zählt: unsere Beziehung zu ihm und zu unseren Mitmenschen. Denn alles, was diese Welt zu bieten hat, alles Materielle, ist ja letztlich kurzlebig – über das Grab hinaus wird es uns nicht begleiten. Deshalb ist es wichtig, über diese Frage Jesu nachzudenken…

Eine ungewöhnliche Frage von Jesus – die auch eigentlich an eine bestimmte Person gerichtet ist: Jesus befindet sich in einer Art Badeanstalt, in welcher viele Kranke liegen. Sobald sich das Wasser in ihrer Mitte bewegt, bedeutet dies, dass die erste Person, die das Wasser erreicht, geheilt wird. Ein Mann ist seit 38 Jahren krank. Er kann nicht laufen und schafft es deshalb nie, rechtzeitig ins Wasser zu kommen, um gesund zu werden. Jesus sieht ihn und fragt: «Willst du gesund werden?» Was für eine Frage, natürlich! Das kann sich doch jeder denken – wie viel mehr Jesus, der Sohn Gottes, dem nichts verborgen ist.

Doch hinter dieser scheinbar überflüssigen Frage steckt eine andere Frage: «Traust du mir zu, dass ich dich heilen kann?» Jesus kennt den Mann durch und durch – er weiss genau, dass dieser seit 38 Jahren jeden Tag an derselben Stelle liegt, ohne Hoffnung, gesund zu werden. Jesus ermutigt ihn durch die Frage, von seinem Problem – der Krankheit – weg auf Jesus zu schauen. Denn egal, wie schwer die Krankheit sein mag, Jesus kann ihn heilen – wenn er gesund werden möchte.

Genau das fragt er uns auch: Möchtest du eine Arbeitsstelle finden? Willst du gesund werden? Möchtest du, dass deine inneren Wunden geheilt werden, deine Angstzustände, deine Traurigkeit? – Was für eine Frage, natürlich!! Doch der, der uns fragt, ist derjenige, dem nichts unmöglich ist. Können Sie von Ihrem Problem weg auf Jesus schauen? Trauen Sie ihm zu, dass er es lösen kann? Sind Sie bereit, Ihre Situation Jesus anzuvertrauen und zu glauben, dass er sich darum kümmern wird?

Noch so eine Frage, die auf den ersten Blick völlig überflüssig erscheint: Ein verzweifelter Vater hat Jesus zu sich nach Hause geholt, weil seine Tochter todkrank ist. Noch auf dem Weg kommen ihnen Boten entgegen, die ihnen sagen, dass es zu spät ist, die Tochter ist bereits gestorben. Doch Jesus ermutigt den Vater: «Vertraue mir!» Sie kommen zum Haus des Mannes und überall stehen Menschen und jammern und beklagen den Tod des Mädchens. Und Jesus geht auf sie zu und fragt: «Was soll der Lärm? Warum weint ihr?» – Jesus, was hast du da nicht verstanden? Das Mädchen ist tot, wir mochten sie, mögen ihre Eltern, wir sind traurig, deshalb weinen wir…

Aber wieder einmal stellt Jesus eine total einfache Frage, um etwas Tieferes klarzustellen. Das zeigt auch der Satz, welcher der Frage folgt: «Das Kind ist nicht tot – es schläft nur.» Jesus ist aus einem einzigen Grund zu dem Haus gekommen: um das Mädchen von den Toten aufzuwecken und darin Gottes Macht deutlich zu machen. Für ihn ist nichts unmöglich. Doch er wünscht sich von allen den Glauben, den der Vater des Mädchens zeigte, als er Jesus zum Haus brachte, obwohl man ihm bereits gesagt hatte, dass seine Tochter tot ist. Jesus wünscht sich Menschen, die glauben, dass ihm nichts unmöglich ist, dass er es sogar mit dem Tod aufnehmen kann. Aus diesem Grund fragt er auch an einigen Stellen des Neuen Testamentes seine Jünger: «Wo ist euer Glaube?» (beispielsweise Die Bibel, Lukasevangelium, Kapitel 8, Vers 25)

Deshalb gilt diese Frage auch uns: Warum weint ihr? Wo ist euer Glaube? Glaubt ihr, glauben Sie, dass Jesus allmächtig ist und in Ihrem Leben Ungeahntes wirken kann?

Diese Frage stellt Jesus seinen Jüngern. Er hat soeben erfahren, dass viele Zeitgenossen ihn für eine Reinkarnation halten, für den verstorbenen Johannes den Täufer, für den Propheten Elia oder Jeremia oder sonst einen Propheten. Das macht Jesus traurig: Hat denn niemand begriffen, wer er wirklich ist? Dass er Gottes Sohn selbst ist und dass Gott, der Vater, ihn geschickt hat, um den Menschen den Weg zurück zu Gott zu bahnen?

So fragt er seine Jünger: «Für wen haltet ihr mich?» Und der voreilige Petrus schiesst sofort mit der Antwort heraus: «Du bist Christus, der versprochene Retter, der Sohn des lebendigen Gottes!» Er hat es kapiert, die anderen Jünger vermutlich auch. Er durfte Jesus erleben, die Wunder sehen, die Macht Gottes in seinem Leben erkennen, deshalb ist es ihm glasklar.

Und wir? Diese Frage von Jesus an uns ist wohl eine der wichtigsten, denn an ihrer Antwort entscheidet sich, wie unser Leben weiter verläuft. Wer ist Jesus für Sie? Ein weiser Mann? Ein Religionsstifter? Eine historische Figur, die seit langem gestorben ist? Oder glauben Sie, dass er der Sohn Gottes ist, der auch heute noch lebt und an Ihnen interessiert ist?

Diese letzte Frage ist eng mit der vorherigen verbunden. Auch hier spricht Jesus wieder direkt mit seinen Jüngern, denn die Menschenmenge, die ihm gefolgt war, hat ihn verlassen. Sogar viele seiner Nachfolger und Anhänger sind gegangen. Warum? Weil Jesu Worte ihnen zu krass waren. Er hatte erklärt, dass ein echtes Leben mit Gott und ewiges Leben nur durch ihn möglich sind. Das ist ihnen zu viel, zu exklusiv. Nur Jesus führt zu Gott? Das wollen sie nicht wahrhaben und wenden sich ab. Nun bleiben nur noch die zwölf engsten Jünger Jesu – und sie fragt er: «Wollt ihr auch weggehen?»

Jeder, der sich näher mit Jesus, Gott und dem Glauben beschäftigt, Informationen dazu sucht und einfach mehr wissen will, was es damit auf sich hat, wird früher oder später an einen Punkt kommen, an dem er sich entscheiden muss: Wer ist Jesus für mich? Möchte ich ganze Sache mit Jesus machen und mit ihm leben? Oder will ich an anderen Orten weiter nach meinem Lebenssinn suchen? Deshalb die Frage an Sie und mich: Wollt ihr auch weggehen? Wollen Sie Jesus verlassen und weitersuchen nach etwas, das die Sehnsucht und die Leere in Ihnen füllen könnte? Oder wollen Sie ganze Sache mit Jesus machen und Ihr Leben in seine Hand geben, ihm ganz vertrauen?

Die direkte Antwort kommt – wie könnte es anders sein – wieder von Petrus: «Herr, zu wem sonst sollten wir gehen? Deine Worte bringen das ewige Leben. Wir glauben und wissen, dass du der bist, in dem Gott uns begegnet.» (Johannesevangelium Kapitel 6, Verse 68 bis 69)

Spüren Sie, dass diese Frage Jesu Ihnen gilt? Dann antworten Sie ihm, sagen Sie ihm, so wie Petrus, dass Sie glauben und wissen, dass er Gottes Sohn ist und dass seine Worte ewiges Leben schenken. Dann bekommen Sie nicht nur innere Gewissheit, Sie werden Teil von Gottes Familie. Das ist das unglaubliche Angebot, das Jesus uns macht. Und deshalb ist es so wichtig, sich mit den Fragen auseinanderzusetzen, die Jesus uns stellt. 

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Datum: 02.12.2019
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet

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