Sonntag der Verfolgten Kirche
Nigeria bleibt das weltweite Epizentrum tödlicher Gewalt gegen Christinnen und Christen. Rund 70% der Christen, die im letzten Jahr aufgrund ihres Glaubens getötet wurden, waren Nigerianer. Die meisten Gewalttaten werden von radikalisierten Fulani-Milizen im Kontext eines ethnisch-religiösen Konflikts verübt. Um auf die Situation der weltweit mehr als 388 Millionen verfolgten Christinnen und Christen aufmerksam zu machen, findet am 1. und 8. November der «Sonntag der verfolgten Kirche» statt. Beten Sie mit – ob allein oder gemeinsam in Ihrer Kirche.
Neben Nigeria stehen dieses Jahr ebenso Syrien und Zentralasien im Fokus. In Syrien hat die Gewalt gegen Christen nach dem Sturz des Diktators Baschar al Assad deutlich zugenommen. Dies spiegelt sich auch im Weltverfolgungsindex 2026 wider: Syrien steigt vom 18. auf den 6. Platz auf. Eine Konversion zum Christentum kann zu schwerer Gewalt sowie zum Ausschluss aus der Gesellschaft und zu Ausgrenzung durch die eigene Familie führen. Besonders in Damaskus und Aleppo hat die Feindseligkeit gegenüber Christen zugenommen.
In Zentralasien wiederum ist der Druck auf Christinnen und Christen insbesondere in ländlichen Regionen hoch. Die fünf betroffenen Länder sind mehrheitlich muslimisch geprägt, wobei der Islam vielerorts mit traditionellem Volksglauben verbunden ist. Der radikale Islam gewinnt zunehmend an Einfluss. So ist beispielsweise in Usbekistan seit 2022 die offizielle Registrierung neuer Kirchen nicht mehr möglich.
Der «Sonntag der Verfolgten Kirche» ist ein gemeinsames Projekt von sieben Organisationen, welche in der Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit der Schweizerischen Evangelischen Allianz zusammengeschlossen sind. Ein ausgezeichnetes Beispiel gelebter Allianz.
- Open Doors
- Hilfe für Mensch und Kirche (HMK)
- Aktion für verfolgte Christen (AVC)
- Christian Solidarity International (CSI)
- Licht im Osten (LIO)
- Christliche Ostmission (COM)
- Osteuropa Mission