Darmstadt. Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Peter Steinacker hat die Kampagne «Ja zum Minarettverbot» der rechtsextremen Partei «Die Republikaner» scharf kritisiert. Deren Werbeplakat schüre einen Hass, «den wir in Deutschland nach allen furchtbaren Erfahrungen überwunden haben sollten», sagte Steinacker Mitte Oktober in Darmstadt. Die Freiheit, zu der auch die Religionsfreiheit gehöre, müsse verteidigt werden.
Die Aktion der «Republikaner» richtet sich gegen den geplanten Bau einer Moschee im Frankfurter Stadtteil Hausen. Der Plakat-Slogan «Wir sagen, was Sie denken» beleidige die Bürger, fügte der Kirchenpräsident an. Zwar sei «aus nachvollziehbaren Gründen» eine Skepsis gegenüber dem Islam verbreitet. Dennoch sei die vom Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit in der Bevölkerung stärker verankert. Die mit dem Islam verbundenen Probleme könnten nicht mit Verboten, sondern nur im offenen und kritischen Dialog gelöst werden.