Offizier wegen Glaubensüberzeugung verurteilt
Rom. Das Militärgericht von Teheran hat einen Offizier wegen Übertritts zum Christentum zu drei Jahren Haft verurteilt. Hamid Pourmand wurde für schuldig, befunden, seine Zugehörigkeit zu einer protestantischen Kirche gegenüber der Militärführung geheim gehalten zu haben.
Nach iranischem Recht dürfen nur Muslime in den Rang von Offizieren befördert werden. Pourmand war nach eigenen Angaben bereits vor 25 Jahren zum protestantischen Glauben übergetreten. Bis zu seiner Verhaftung im vergangenen September war er als Pastor einer Gemeinde für die protestantische Gottesversammlung tätig.
Die Menschenrechtsorganisation Center for Religious Freedom forderte in Washington die sofortige Freilassung des Verurteilten. Der Anwalt des Angeklagten hatte während des Prozesses dokumentiert, dass die Vorgesetzten bereits Jahre vor dessen Beförderung zum Offizier von seinem Religionsübertritt wussten und ihn infolgedessen vom Fastengebot während des Ramadan entbanden.
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Datum: 02.03.2005
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