Erstmals nach Israel

Unesco-Preis geht an Institut aus dem Land der Bibel

Der Unesco-Preis für die Erforschung der Biowissenschaften geht in diesem Jahr unter anderem an das israelische «Volcani Forschungsinstitut». Verliehen wird er am 4. Dezember in Äquatorialguinea. Ob damit auch Gras über die bisher eher schwierige Geschichte zwischen dieser Behörde und dem Land der Bibel wächst?

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Volcani Center in Beit Dagan
Der Unesco eine tiefe Liebe zu Israel nachzusagen, wäre sicherlich übertrieben. Zwischenzeitlich setzte das Land der Bibel die Zusammenarbeit mit der UN-Behörde sogar aus, als diese – für Israel irritierend – Rahels Grab als Zweitbezeichnung als «Rahel-Moschee» bezeichnete. Die Wogen dürften sich mittlerweile etwas geglättet haben, auch wenn die UN-Abteilung im vergangenen Jahr die Geschichte negierte und den Tempelberg einzig als «muslimisch» bezeichnete.

Ob nun Gras über die schwierige Vergangenheit wächst? Jedenfalls erhält das israelische «Volcani Forschungsinstitut» den Unesco-Preis für seine Arbeit in der Biowissenschaft.

Erstmals nach Israel

Dieser Preis wird jährlich an Organisationen oder Einzelpersonen vergeben, die sich für die Verbesserung der Lebensqualität einsetzten. Erstmals geht dieser Preis nun nach Israel. Das israelische «Volcani Forschungsinstitut» hat «erfolgreich erstklassige Innovationen und Methoden in der Agrarforschung mit praktischen Anwendungen sowie Kapazitätsaufbauprogramme entwickelt, um die Ernährungssicherheit in Trocken-, Halb- und Wüstenumgebungen zu fördern und das menschliche Wohlergehen voranzutreiben», begründet die Unesco.

Das Institut ist für einen erheblichen Teil der Landwirtschaftsforschung verantwortlich. Zahlreiche Errungenschaften werden sowohl im In- wie auch im Ausland eingesetzt, darunter fallen Wasser-Recycling, Bewässerung, Landwirtschaft in Dürregebieten, Behandlung von Agrarprodukten nach der Ernte, Schutz der Pflanzen oder das Entwickeln neuer Obst- und Gemüsesorten.

100'000 Dollar-Preisgeld

Das 1921 in Ben Shemen gegründete Institut gilt als globales Wissenszentrum, das auch anderen Ländern beim Aufbau einer besseren landwirtschaftlichen Infrastruktur hilft. Der Preis, der in seiner vollen Schönheit «Unesco-Äquatorial-Guinea Internationaler Forschungspreis für die Biowissenschaften» heisst, wird am 4. Dezember in der Planstadt – und dem künftigen Regierungssitz – Oyala (auch Djibloho genannt) verliehen.

Neben der Auszeichnung gibt es ein Preisgeld in der Höhe von 100'000 Dollar. In diesem Jahr werden insgesamt drei Parteien geehrt, neben dem «Volcani Institut» sind dies zwei Einzelpersonen; Rui Luis Goncalves dos Reis von der «University of Minho» in Portugal für seine Entwicklung der Biomedizin sowie Ivan Antonio Izquierdo vom «Biomedical Research Institute» an der «Pontifícia Universidade Católica» in Rio Grande do Sul in Brasilien.

Zum Thema:
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Datum: 04.09.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Israel heute / Unesco

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