Ein ganz normaler Tag

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Im April fällt der 13. auf einen Freitag. Was ist dran am „Unglückstag“?

Der Volksmund nennt sie „Unglückszahl“: die 13. Und besonders unwohl fühlt sich so mancher, wenn sie in Kombination mit einen Freitag daherkommt: Jeder dritte Deutsche hält „Freitag, den 13.“ für keinen normalen Tag.

Doch was ist dran am (Aber-)Glauben? Die Statistiken über eventuelle Unglückshäufungen an diesen Tagen sind deutlich. So konnte etwa der Heidelberger Soziologe Edgar Wunder vom „Forum Parawissenschaften“ in deutschen Unfallstatistiken von 1985 bis 1999 keinen Anstieg von Unglücksfällen an den „kritischen“ Freitagen feststellen. Und auch Simo Näyhä von der finnischen Universität Oulu, der die Unfallstatistiken Finnlands von 1971 bis 1997 analysierte, hält nicht viel von übernatürlichen Spekulationen. Seiner Ansicht nach begünstigt vielmehr allein der Glaube an „Pechtage“ ein Unglück. So komme es bei abergläubischen Menschen aus Angst vermehrt zu Konzentrationsstörungen, die tödliche Fehler im Strassenverkehr begünstigten.

Die Spekulationen über den Ursprung des Aberglaubens sind vielfältig. Fest steht, dass im germanischen Kulturraum schon früh Zahlen und Wochentagen eine besondere Bedeutung zugeschrieben wurde. Nicht nur Wissenschaftler raten zur Nüchternheit: Auch die Bibel weist darauf hin, dass es keine besonderen Tage gibt und Menschen sich nicht von magischen Denkweisen versklaven lassen müssen (Kolosser 2,16–23). Vielmehr lädt sie ein, das Leben im Vertrauen auf Gott anzugehen, denn: „ Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat“ (Die Bibel, Psalm 118, Vers 24) – auch einen „Freitag, den 13.“.


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