Die Arche Noah und das Rätsel der Sintflut

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Das Wrack der Arche Noah soll am Ararat in der Türkei liegen.
Israelische und US-amerikanische Ozeanologen finden auf dem Meeresgrund Beweise für eine ungeheure Naturkatastrophe, die sich vor 7500 Jahren im Vorderen Orient zugetragen hat. Ein Film, der am kommenden Samstag, 10. Januar 2009, im ZDFdokukanal ausgestrahlt wird, hat die Experten auf ihrer Expedition begleitet.

Haben die Forscher damit Hinweise auf die Sintflut gefunden, die in der Bibel erwähnt wird? Die Doku nutzt Gespräche mit Experten, naturwissenschaftliche Experimente, moderne Satellitenfotografie und szenische Rekonstruktion, um Antworten auf diese Frage zu finden.

Die Fotografien aus grosser Höhe scheinen die Reste der Arche Noah in der Nähe des Berges Ararat an der türkisch-armenischen Grenze nachweisen zu können. Sie sind im Verlauf der letzten 50 Jahre entstanden, das vermeintliche Wrack konnte aber wegen der schwierigen Situation am Ararat lange Zeit nicht entdeckt werden. In der Zeit des Kalten Krieges nach 1945 beobachten amerikanische Militärs intensiv die Grenze zur Sowjetunion, die direkt am Berg Ararat entlang verläuft. Auf einem Routineflug erregt etwas, das in der Landschaft unter ihm liegt, die Aufmerksamkeit eines Piloten: ein Gebilde, das wie ein gigantisches Schiff aussieht. Er hält es für die Überreste der Arche Noah und lässt sie von seinem Copiloten fotografieren.

Viele Fotos aber kein Beweis

Ebenso behaupten in den 1960er Jahren türkische Kartografen sowie Teilnehmer einer amerikanisch-türkischen Expedition, Bilder des Wracks aufgenommen zu haben. Aus den 1970ern bis in die 1990er Jahre stammen Fotografien von Spionagesatelliten, die auch die Arche zeigen sollen. Wissenschaftler bezeichnen die Bilder jedoch als nicht beweiskräftig. Ausserdem betonen sie, gäbe es keinen Nachweis dafür, dass die Erde so hoch überflutet gewesen sein könnte. Darüber hinaus sei es nicht sehr wahrscheinlich, dass ein Schiff aus Holz Tausende von Jahren unter der Erde überstehen kann. Jahrelang kann der Streit um die Existenz des Wracks nicht geschlichtet werden, da es niemandem gelingt, bis zu ihm vorzudringen. Das raue Klima des über 5000 Meter hohen Ararats verhindert dies - und das Gebiet um den Berg ist bis zum Ende der 1970er Jahre militärisches Sperrgebiet und damit für Forscher kaum zugänglich. Erst im Verlauf der 1980er Jahre nimmt die Zahl der Expeditionen deutlich zu.

Nur eine Gesteinsformation?

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Arche Noah oder Gesteinsformation?
Doch es dauert noch einige weitere Jahre bis ein Team in einem Seitental des Ararat in 1300 Metern Höhe das Gebilde entdeckt, das wahrscheinlich auf den Fotografien zu sehen ist: "300 Ellen in der Länge, 50 in der Breite und 30 in der Höhe", so steht es in der Bibel. Umgerechnet 150 Meter lang, 25 Meter breit und 15 Meter hoch. Die Masse stimmen in etwa überein. Ist das vermeintliche Schiff nichts als eine Laune der Natur? Ist die biblische Überlieferung von der Arche Noah, in der die Tiere vor den Fluten gerettet werden, ein Märchen?

Hat die Bibel Recht?

Das Interesse an der Arche Noah ist nicht nur archäologischer, sondern auch theologischer Natur. Mitglieder einiger Kirchen, die die Bibel wortwörtlich nehmen, versuchen mit dem Nachweis der Existenz der Arche die Wahrheit der Bibel zu belegen. Jüngstes Beispiel ist der amerikanische Millionär Daniel McGivern, der aktuelle Satellitenfotos in Auftrag gegeben hat und mit Hilfe des türkischen Archäologen Ahmet Arslan das Wrack am Ararat entdecken wollte.

Der Film begleitet eine Expedition israelischer und US-amerikanischer Ozeanologen. Sendedaten: Samstag, 10. Januar 2009 um 10.15 und 17.15 Uhr. Programm-Vorschau

Fotos: ZDF

Datum: 09.01.2009
Quelle: ZDF Online

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