Tiffany Bowen

Wie aus einer Atheistin eine Pastorenfrau wurde

Dass Tiffany einen Pastoren heiraten könnte, war einst nicht gegeben – denn Gott existierte früher für die Atheistin nicht. Sie leugnete ihn während 21 Jahren und versuchte, andere davon zu überzeugen, dass es keinen Gott gibt. Eine Begegnung mit ihrer künftigen Schwiegermutter änderte jedoch alles.

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Tiffany Bowen mit ihrem Ehemann und den Kindern
Kein Wunder, dass Tiffany Bowen bei einem Treffen für Pastorenfrauen erst einmal frei herauslachen musste, als den Teilnehmerinnen die Frage gestellt wurde, ob sie sich einst hätten vorstellen können, einen Pastoren zu heiraten. Gott habe offenbar einen besonderen Sinn für Humor, so Tiffany.

Als sie ihren späteren Mann Jason Bowen erstmals traf (heute ist er Pastor der First Baptist Church in Trenton), sei sie eine atheistische, feministische Barkeeperin gewesen. Damit verdiente sie sich ihr Studium an der Tennessee-Universität in Knoxville. Jason sei in dieser Zeit nach eigenen Angaben ein halbherziger Christ gewesen, der im gleichen Restaurant arbeitete. Erst auf seine dritte Einladung reagierte sie, mit dem Gedanken, nicht länger als eine Stunde zu bleiben.

Überwältigt

Das Date dauerte dann aber deutlich länger und schon am nächsten Tag sagte sie ihrer Stiefmutter, dass sie ihren künftigen Mann getroffen habe. «Ich hatte noch nie jemanden kennengelernt, der so transparent und echt war.»

Bald traf sie erstmals seine Mutter Charlotte. «Ich war überwältigt, noch nie hatte ich eine Person wie sie getroffen. Sie hatte keine Vorurteile in ihrem Herzen. Sie stimmte nicht mit meiner atheistischen Ansicht überein, doch die Liebe, die sie mir zeigte, war nicht anders als wenn ich eine Christin gewesen wäre.»

Die Beziehung zwischen den beiden Frauen entwickelte sich weiter, auch als Krankenschwester Charlotte zurück nach Afrika ging. Tiffany stellte viele Fragen und Charlotte antwortete stets aufrichtig. Sie erfuhr, dass Jesus lebt und dass er einen Unterschied im Leben ihrer künftigen Schwiegermutter machte, weil sie tagtäglich eine reale, persönliche Beziehung zu ihm  pflegte.

«Er lebt ganz offensichtlich in ihr»

Bereits früher hatten Christen zu Tiffanys Freundeskreis gehört. Manchmal besuchte sie sogar eine Gemeinde, obschon das in ihrer Familie nicht üblich war. «Ich hatte die gleichen Worte schon früher von anderen Leuten gehört, aber nie verstanden, dass Jesus lebte, bis ich meine Schwiegermutter traf. Er lebt ganz offensichtlich in ihr.»

Sie begann, in der Bibel zu lesen und ihr Herz veränderte sich nach und nach. Eines Tages sass sie gerade mit Jason zusammen, als Gott ihr plötzlich aufzeigte, dass er real und lebendig ist und für den Rest ihres Lebens ihr Herr sein würde. «Ich schaute zu Jason und sagte: 'Jesus ist der Sohn Gottes. Ich denke, dass ich soeben gerettet wurde.'» Auch Jason begann, seinen Glauben wieder ernster zu nehmen.

Aus Gnade

Später heiratete das Paar in Afrika, während eines Besuches bei Jasons Mutter. Nach einiger Zeit stellten die beiden fest, dass es richtig wäre, wenn Jason Pastor würde – und Tiffany somit Pastorenfrau. Sie sei noch heute keine typische Pastorenfrau, sagt Tiffany, doch sie bete dafür, dass Gott sie dennoch brauchen könne.

Sie und ihr Mann seien bereit, sich brauchen zu lassen und gleichzeitig seien sie transparent, was ihre Vergangenheit anbelangt – was bei der Gemeindearbeit durchaus hilft. «Wir erzählen, dass Gott uns gebraucht, weil er gnädig ist, nicht weil wir perfekt wären.»

«Obschon ich ihn 21 Jahre leugnete»

«Ich zögere nicht, meine Lebensgeschichte zu erzählen, weil die Menschen dadurch Gottes Gnade und die Vergebung meiner Sünde erkennen können. Seine Gnade war so gross, dass er meine Sünde wegnahm, obschon ich ihn während 21 Jahren verleugnet hatte und andere zu überzeugen versuchte, dass es ihn nicht gibt.»

Tiffany sagt, dass sie es voll und ganz versteht, wenn sich der Apostel Paulus in seinem früheren Leben als «Chef aller Sünder» bezeichnet. Und wie er habe auch sie ihr «Weg-nach-Damaskus-Erlebnis» gehabt. Zudem sei sie dankbar, dass Jason nach ihren zwei Körben nicht aufgegeben habe. «Er sah, was in meinem Herzen war, und nicht, was ich wollte, dass es die Leute sehen.»

Zum Thema:
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Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Baptist News

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