Als Kind ein Aussenseiter

Wunder festigte Neriyahs Glaube

Aufgewachsen war Neriyah als orthodoxer Jude in Russland. Als er zum Glauben an Yeshua – also Jesus Christus – fand, wurde er zunächst von Rabbis und selbst seiner Familie gemieden. Nachdem er ein medizinisches Wunder erlebte, wurde sein Glaube dennoch stärker.

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Neriyah Arabov und seine Familie
«Ich bin in der UdSSR aufgewachsen und war auf meiner Schule das einzige jüdische Kind. Jeder hiess Masha, Pasha oder Sasha, nur ich hiess Neriyah und ich hasste das», berichtet der orthodoxe Jude. Erste Schritte in Richtung Gott hatte er im Teenageralter genommen. Als sein 26 Jahre alter Bruder an einem Nierenversagen starb, nahm sein Glaube zu. «Für mich gab es keine andere Hoffnung. Vorher war ich atheistisch.»

Zwar war er bis zu diesem Zeitpunkt religiös gewesen. Er ging regelmässig in die Synagoge, trug die traditionelle Kippa und er betete die verschiedenen Gebete. «Aber ich glaubte nicht unbedingt, dass Gott existiert.» Das änderte sich, als er in der Bibel zu lesen begann und Jesaja 53 las, wo auf Jesus hingewiesen wird.

Auf die Bibel wurde er aufmerksam, weil ein Kollege bei seiner Arbeit in der Stadtverwaltung von Tel Aviv gerne in diesem Buch las. So wurde er selbst neugierig und begann, die Bibel zu lesen.

Die Angst, anders zu sein

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Neriyah, messianischer Christ (ehemals orthodoxer Jude)
«Mir wurde klar, dass die Propheten von Yeshua sprechen», erinnert sich Neriyah. Doch er fürchtete, dies zuzugeben, aus Angst, von den Freunden abgelehnt zu werden. Er fürchtete sich davor, anders zu sein. Eines Tages sprach er mit einem Rabbi über die Bibelstelle Jesaja 53, die ihn so sehr beschäftigte sowie über das neunte Kapitel des Buchs Daniel.

Doch der Rabbi wollte nicht mit ihm darüber reden, sondern er rief schlicht Neriyahs Eltern an und erzählte ihnen, dass ihr Sohn ein Russe geworden war, der an Yeshua glaubte. «Ich litt darunter, dass ich mich nicht selbst erklären konnte.» Seine Onkel und Tanten, die streng religiös waren, gingen ihn nun an: «Wie konntest du das tun? Wie kannst du an Yeshua glauben? Ist die Synagoge nicht mehr gut genug für dich?»

Herzattacken

Diese Zeit sei schwierig gewesen. Mittlerweile hatte er zudem ein Studium durchlaufen und die Abschlussarbeiten setzten ihn unter zusätzlichen Druck. Nach mehreren Herzattacken wurde Neriyah abhängig von Schmerzmitteln. «Ich landete im Spital und die Ärzte erkannten Nierenprobleme. Sie sagten mir, dass ich in einem Jahr oder spätestens im Laufe der nächsten Jahre ein Dialyse-Patient sein werde oder eine Nierentransplantation brauche.»

Ein Jahr später heiratete Neriyah und wurde zwei Jahre danach zum Dialyse-Patienten. Doch er hielt an seinem Glauben fest und er war überzeugt, dass Gott in ihn nicht in diesem Status würde sein lassen. Er glaubte an ein Wunder.

Das Wunder

Dieses erfolgte durch den Gehorsam einer Amerikanerin namens Cynthia. «Jesus war ihr im Traum erschienen und hatte zu ihr gesagt, dass sie jemandem, den sie noch nicht kennt, eine ihrer Nieren geben soll – mir. Sie war zunächst fragend, immerhin war sie 50 Jahre alt und Mutter von sechs Kindern.»

Sie kam nach Israel, die beiden lernten sich kennen und Cynthia wollte die OP. Als Neriyahs drittes Kind zur Welt kam, erhielt es den Namen «Cynthia». Seine beiden anderen Kinder heissen Baruch und Sarah. «Immer wenn ich meine Kinder vorstelle, sagen die Leute, dass die beiden ersten biblische Namen tragen – und wie es komme, dass das dritte ganz anders heisst. Und so erkläre ich dann jeweils das Wunder, das Gott in meinem Leben getan hat.»

Zwei Flüchtlingskinder aufgenommen

Das Transplantat hielt für rund sechs Jahre, dann starb es ab. Neriyah sagt, dass er es nicht bereut, denn Gott habe ihm sechs wunderbare Jahre mit seiner Familie gegeben. «Meine Frau und ich erhielten zwei weitere Kinder. Vier davon auf biologischem Weg, Baruch, Sarah, Cynthia und Yakov, daneben haben wir noch zwei Flüchtlingskinder aus Eritrea aufgenommen.»

Seine Lebensgeschichte erzählte er auf dem Video-Portal «I met Messiah» («Ich traf den Messias»).

 

Zur Webseite:
I met Messiah

Zum Thema:
Israel: Immer mehr Christen im Heiligen Land
Messianische Juden: «Viele Juden erkennen, wer Jesus ist»
Jüdische Intellektuelle in Videos: «Ich hab den Messias getroffen»

Datum: 29.12.2015
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Gospel Herald / One for Israel / I met Messiah

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