Wrestling Legende Lex Luger

«Sich Gott ausliefern ist die stärkste Sache!»

Als Wrestler war Lex Luger ein Weltstar. Dann der Fall ins Unendliche: Drogen, Gefängnis, Krankheit. Bei Gott hat er ein neues Leben gefunden. Seine Geschichte erzählt er nun in einer Biografie.
Ehemaliger Wrestler Lex Luger
Lex Luger in seiner Zeit als Wrestler.

Unter seinem bürgerlichen Namen Larry Pfohl ist er kaum bekannt. Als «Lex Luger» wurde er Wrestling Champion, und trug Kampfnamen wie «The Total Package» und «The Narcissist» spazieren.

«Ich war bekannt als einer der stärksten Typen des Planeten», erzählt er der «Christian Post». Früher habe er gedacht, es sei eine Schwäche, sich Gott auszuliefern. «Inzwischen habe ich festgestellt, dass es das Stärkste ist, was ein Mann oder eine Frau überhaupt tun kann: sich auf Gott zurückbesinnen, der alles kontrolliert.»

In diesen Tagen erscheint seine Biografie unter dem Titel: «Wrestling with the Devil: The True Story of a World Champion Professional Wrestler – His Reign, Ruin, and Redemption». Frei übersetzt: «Kämpfen mit dem Teufel: die wahre Geschichte eines professionellen Wrestlers – seine Triumphe, sein Ruin und seine Erlösung.»

«Ich hatte alles»

«Mein Leben war voller Geld, voller Frauen, voller Drogen und Alkohol. Ich trat in vollen Arenen auf, ich hatte alles, was die Welt offerieren kann – und dann fiel alles in sich zusammen», sagt Lex Luger im Trailer zum Buch.

Seine Arroganz und Ich-Bezogenheit haben ihn in die Irre geführt, durch seinen Stolz sei er in mehrere Krisen geraten. «Ich habe meine Frau und meine Freunde verlassen», erinnert er sich. Seine Freundin, die Wrestlerin Elizabeth Hulette, starb in seinen Armen an einer Überdosis Drogen und Alkohol.

Mit Pfarrer hinter Gittern

Nach ihrem Tod am 1. Mai 2003 landete Luger hinter Gittern. Dort lerne er Pastor Steve Baskin kennen. Der Wrestler bemerkte, dass er – um es mit seinen Worten zu sagen – «ein Wrack war, ein Desaster.» Er sei überzeugt gewesen, dass dies nicht mehr in Ordnung zu bringen sei. Auch nach seiner Zeit im Gefängnis blieb er mit Baskin in Kontakt, dessen Freundlichkeit hatte es ihm angetan.

Nach einem Gottesdienst befand der einstige Champion, dass er diesen Weg suchen wollte. «Mein Leben war auf Sand gebaut, nicht auf Fels.»* In seinem Buch beschreibt er, wie er die Gegenwart des Heiligen Geistes spürte, als er um Vergebung betete.

Gelähmt

Auch nach der Zuwendung zu Gott habe er zunächst noch mit seinem Stolz zu kämpfen gehabt. Er habe immer noch den Körper eines 27-Jährigen gewollt. Nachdem er seinen Körper erheblich überfordert hatte, traten Lähmungserscheinungen ein. Es sei eine demütige Hinwendung zu Jesus gewesen, als er da gelähmt auf dem Hotelboden gelegen habe.

Bereits sah es so aus, als würde er für immer gelähmt bleiben. Luger: «Es war eine grossartige Zeit des geistlichen Wachstums.» Er habe gelernt, wie sehr wir Menschen in allem von Gott anhängig sind. «Hoffentlich müssen nicht alle Menschen zuerst gelähmt werden, um das zu realisieren.»

«Mehr von Dir»

Der frühere Wrestler gibt ein Statement Gottes wieder: «Meine Stärke zeigt sich in Eurer Schwäche.»** Durch ein Wunder wurde seine Rückenverletzung geheilt und langsam regenerierte sein Körper.

Lex Luger engagiert sich heute ehrenamtlich im «Shepherd Center» in Atlanta, wo er während seiner Lähmung gepflegt wurde. Dort erzählt er zum Beispiel jungen Menschen seine Lebensgeschichte. Zudem engagiert er sich im «World Wrestling Outreach», das christliche Werte weitergibt. Er hoffe, dass er sich mit seiner Ex-Frau versöhnen könne, sowie mit seinem Sohn und seiner Tochter. Jeden Morgen bete er: «Gott, weniger von mir, mehr von Dir.» Auch ermutige er jeden, den göttlichen Prioritäten zu folgen: «Jesus, andere, und dann ich selbst.»

* Aus der Bibel, Matthäusevangelium, Kapitel 7, Verse 24-27: «Wer meine Worte hört und danach handelt, der ist klug. Man kann ihn mit einem Mann vergleichen, der sein Haus auf felsigen Grund baut. Wenn ein Wolkenbruch niedergeht, das Hochwasser steigt und der Sturm am Haus rüttelt, wird es trotzdem nicht einstürzen, weil es auf Felsengrund gebaut ist. Wer sich meine Worte nur anhört, aber nicht danach lebt, der ist so unvernünftig wie einer, der sein Haus auf Sand baut. Denn wenn ein Wolkenbruch kommt, die Flut das Land überschwemmt und der Sturm um das Haus tobt, wird es aus allen Fugen geraten und krachend einstürzen.»

** Die Bibel, 2. Korinther, Kapitel 12, Verse 9-10

Datum: 19.09.2013
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch

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